• Schloss Schwarzburg

    Torhaus und Zeughaus im Vordergrund

  • Schloss Schwarzburg

    Schaubaustelle im Schloss-Hauptgebäude

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× Der Kaisersaal bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Der Audiowalk auf der Schaubaustelle an den Wochenenden vom 16. Mai bis 13. September 2020 muss bis auf Weiteres verschoben werden. Führungen finden vorläufig nicht statt.

Schloss Schwarzburg

von der Monarchie zur Demokratie

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Auf einem Bergsporn über dem Schwarzatal erhebt sich Schloss Schwarzburg. Den gleichnamigen Grafen diente die Höhenburg über Jahrhunderte als Stammsitz. In den Blickpunkt des Weltinteresses rückte der Ort 1919, als Friedrich Ebert dort die Weimarer Verfassung unterzeichnete. Das Schloss durchlebte wechselvolle Zeiten. Unter den Nationalsozialisten sollte es in ein „Reichsgästeheim“ umgewandelt werden. Dafür wurde es stark zerstört. Seit 2009 laufen umfangreiche Arbeiten, um das Schloss für Besucher wieder zugänglich zu machen. Ein wichtiger Meilenstein war die Wiedereröffnung des Zeughauses mit der einzigartigen Prunkwaffensammlung.


Sie gehören zu den ältesten und mächtigsten Dynastien Thüringens – die Grafen und Fürsten von Schwarzburg. Warum sie ihren Stammsitz ausgerechnet im Tal der Schwarza errichteten, erfährt man in ihrer Gründungslegende. Diese ist in einem Deckengemälde im Kaisersaal von Schloss Schwarzburg festgehalten. Zu sehen ist ein römischer Legionär, der seinen hölzernen Speer in den Boden stößt. Aus dem scheinbar toten Stück Holz treiben jedoch Blätter und Zweige hervor. Für den Legionär ist klar, an dieser Stelle will er sich niederlassen. Und so soll sie ihren Anfang gefunden haben, die Geschichte der Schwarzburger. 1071 wurde die Höhenburg erstmals urkundlich erwähnt. 1453 berichten Quellen von einer aufwendigen Anlage, bestehend aus mehreren Kemenaten, einem Hospital, einer Kapelle und verschiedenen Türmen. Allerdings verlor sie bereits in jener Zeit an Bedeutung, da Arnstadt, Rudolstadt und Sondershausen zu Residenzstädten der Schwarzburger aufgestiegen waren. Dass diese ihren Stammsitz aber nie vollends aufgaben, hat auch mit der Erhebung der Schwarzburg-Rudolstädter Grafen in den Reichsfürstenstand im Jahr 1710 zu tun. Fürst Ludwig Friedrich hatte Schwarzburg zum Ort seiner Erhebungszeremonie gewählt – und so wurde das Schloss wieder zum Mittelpunkt höfischer Repräsentation und Selbstdarstellung. Das als Orangerie geplante Gartenhaus wurde fertiggestellt und in einen Ehrentempel der fürstlichen Abstammung verwandelt. Das Ergebnis ist das heutige Kaisersaalgebäude. Die aufgesetzte, quadratische Laterne des Gebäudes taucht den darunterliegenden Saal in ein geradezu mystisches Licht. Die Magie des Raumes wird durch die lebensgroßen Darstellungen mittelalterlicher Kaiser und Könige noch verstärkt.


1726 brach auf dem Schloss ein verheerendes Feuer aus. Das Kaisersaalgebäude blieb von den Flammen verschont, das Hauptgebäude wurde jedoch zerstört. Die Schwarzburger bauten ihren Stammsitz als Jagd- und Sommerschloss wieder auf – und bis zum Juni 1940 sollte es der Familie dienen. An den Tag des Auszugs erinnerte sich Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt als „bösen Traum“. Nach den Plänen der Nationalsozialisten sollte das Barockschloss nun in ein „Reichsgästeheim“ umgebaut werden. Das Torhaus und die Kirche fielen dem Umbau zum Opfer, im Hauptgebäude wurden Decken, Wände, Stuckaturen und Malereien entfernt. 1942 kamen die Bauarbeiten kriegsbedingt zum Erliegen und das Schloss blieb stark zerstört zurück. Seit 2009 laufen umfangreiche Maßnahmen, um den Bestand zu sichern. Ein um 1744 entstandener Gartenplan wurde bei der vor Jahren unumgänglichen Neugestaltung des etwa 5000 Quadratmeter großen Gartens vor dem Kaisersaalgebäude berücksichtigt. Rasen und eine Fontäne, eine als Reminiszenz an die einstige Funktion angelegte Mini-Orangerie und ein „Baumsaal“ laden zum Verweilen und Flanieren ein.


Das Zeughaus ist der älteste Bau der Anlage. Über die Jahrhunderte entstand hier eine der größten zeitlich zusammenhängenden höfischen Waffensammlungen Europas. Zeitweise wurde die Sammlung nach Schloss Heidecksburg ausgelagert. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten kann sie seit März 2018 wieder in ihrer Gesamtheit im Zeughaus besichtigt werden.


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Ein Besuch im Rahmen des Audiowalks an den Wochenenden lohnt sicht, denn es hat sich bereits viel verändert.

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Ausstattungsmerkmale

Öffentliches WC
Bushaltestelle
Audioführung
Drohnen verboten
Führungen
Bahnhof
Museum
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Fürstliche Erlebniswelten Schloss Schwarzburg
Zeughaus und Kaisersaal

Öffnungszeitraum
1. Mai 2020 bis 30. Dezember 2020
Öffnungszeiten
Heute geschlossen

April – Oktober: 10:00 - 18:00 Uhr
November – März: 10:00 - 17:00 Uhr
Mo geschlossen, außer an Feiertagen

stündlich Führungen durch das Zeughaus, letzte Führung 17:00 Uhr bzw. 16:00 Uhr (Winteröffnungszeit)


Weitere Einrichtungen
Die Schaubaustelle im Schloss-Hauptgebäude wird vom 16. Mai bis 13. September 2020 ausschließlich an den Wochenenden mit einem Audiowalk zugänglich sein.


Fürstliche Erlebniswelten Schloss Schwarzburg Zeughaus und Kaisersaal

Schloßstraße 1a
07427 Schwarzburg
T: 03 67 30 – 39 96 30

Schlossverwaltung Schloss Heidecksburg

Schloss Heidecksburg | Schloßbezirk 1
07407 Rudolstadt
T: 0 36 72 - 44 72 10


Fördervereine


Das Museum im Zeughaus ist ausschließlich mit einer Führung zu besichtigen.
Führungen über die Schaubaustelle des Schloss-Hauptgebäudes (Audiowalk) finden an den Wochenenden vom 16. Mai bis 13. September 2020 statt.


Erwachsene: 8,- €
ermäßigt: 5,- €
Audiowalk: 5,- €

alle Preiskategorien


Keine Parkplätze am Objekt

Parkplatz für 100 PKW 600 Meter entfernt
Parkplatz für Busse 600 Meter entfernt


im Ort vorhanden


PkW: über Bad Blankenburg
Bahn: vom Bahnhof Schwarzburg sind es ca. 1,3 Kilometer Fußweg


Busparkplätze befinden sich auf dem Parkplatz „Schloßstraße“