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    Ausblick von der Sachsenburg

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    Untere Sachsenburg

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    Obere und Untere Sachsenburg

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Obere und Untere Sachsenburg

Wächter an der Thüringer Pforte

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Wer schon einmal durch die Thüringer Pforte fuhr, mag sie vielleicht entdeckt haben – die Obere und die Untere Sachsenburg. Zwei Wächtern gleich erheben sich die beiden Wehranlagen auf dem sogenannten Wächterberg. Erbaut wurden sie im 13. Jahrhundert, nur 500 Meter voneinander entfernt. Beide Burgen haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Markant sind vor allem die Bergfriede, die noch immer stolz aus den Baumkronen hervorragen.


Bereits in der Jungsteinzeit war die Region besiedelt. Später, im Mittelalter verlief im Tal eine wichtige Handelsstraße. Hier durchbricht auch die Unstrut die Höhenzüge Hainleite und Schmücke – und öffnet damit den Weg vom Südharz ins Thüringer Becken. „Bewacht“ wurde diese von der Oberen und der Unteren Sachsenburg – den Wächtern der Thüringer Pforte. Die Burgruinen erheben sich auf einem strategisch wichtigen Punkt – dem sogenannten Wächterberg, einem Bergsporn der Hainleite. Die Burgen haben eine wechselvolle Geschichte mit ungewöhnlich vielen Besitzerwechseln hinter sich. Den Landgrafen von Thüringen gehörten die Burgen zunächst. Nachdem diese ausgestorben waren, übernahmen die Grafen von Anhalt und später die Wettiner. Erbaut wurden die beiden Anlagen vermutlich zwischen 1250 und 1350 – und das nur 500 Meter voneinander entfernt. Schon von weitem sieht man die beiden Bergfriede aus dem bewaldeten Gebiet herausragen. Ab der Mitte des 15. Jahrhundert trennte sich die Funktion der Burgen.


Die Untere Sachsenburg wird auch Hakenburg genannt. Um das Jahr 1590 richteten die Wettiner auf der Burg einen Amtssitz ein und bauten diese dazu schlossähnlich zu einer Dreiflügelanlage aus. 1799 musste der Amtssitz allerdings wegen Baufälligkeit aufgegeben werden. Die Burg verfiel und wurde zum Abbruch freigegeben. 1945 wurden Teile der Anlage von der Wehrmacht gesprengt, um mit dem Material eine Panzersperre im Tal zu errichten und so den Vormarsch der alliierten Truppen zu verhindern. Das heutige Erscheinungsbild spiegelt daher also weniger die Geschichte der Anlage wider, sondern vielmehr das Ergebnis systematischer Zerstörung in der Vergangenheit. Erhalten hat sich in der gesicherten Ruine vor allem der 22 Meter hohe Bergfried.


Auch die Obere Sachsenburg machte zahlreiche Besitzwechsel durch. Den Dreißigjährigen Krieg überstand die Anlage zwar unbeschadet, aber bereits um 1700 war die Obere Sachsenburg Ruine. Im Zuge der allgemeinen Burgenromantik des 19. Jahrhunderts wurde dort ein Ausflugslokal eröffnet. Von der einstigen Burg haben sich vor allem die Außenwände des dreigeschossigen Wohnbaus erhalten, sowie der noch etwa 20 Meter hohe quadratische Bergfried. Die Westseite des Turms war zugleich die Hauptangriffsseite der Burg, dennoch sind die Mauern des Bergfrieds bemerkenswert dünn und messen lediglich 1,40 Meter.

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Ausstattungsmerkmale

Drohnen verboten
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Obere und Untere Sachsenburg

Öffnungszeitraum
1. Januar 2020 bis 30. Dezember 2020
Öffnungszeiten

beide Burgruinen sind frei zugänglich


Obere und Untere Sachsenburg

Burgstraße | Sachsenburg
06578 Oldisleben
T:

Schlossverwaltung Burg Weißensee | Göllingen | Sachsenburg

Runneburg 1
99631 Weißensee
T: 03 63 74 - 3 62 00


Fördervereine

Sachsenburgenverein e.V. Karl-Marx-Straße 1a 06578 Oldisleben

frei zugänglich


Keine Parkplätze am Objekt

keine Zufahrt zu den Burgen, Parkplatz im Ort Sachsenburg, 10 Minuten Fußweg