• Kloster St. Wigbert

    Krypta

  • Kloster St. Wigbert

finder-icon

Finder

Kloster St. Wigbert, Göllingen

Verborgener Schatz der Romanik in Göllingen

null

Es zählt zu den ältesten Klöstern Thüringens. Sein wichtigster Förderer wird heute noch in manchen Gegenden als Heiliger verehrt. Das Kloster St. Wigbert in Göllingen, nahe Bad Frankenhausen, kann nicht nur auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken, sondern vor allem auf eine sehr wechselvolle. Nach der Säkularisierung wurde es als staatliche Domäne genutzt und nach dem Zweiten Weltkrieg als Konservenfabrik. Vom einstigen Kloster hat sich vor allem der markante Westturm mit der romanischen Krypta erhalten.


Am Weihnachtstag 1005 soll es gewesen sein. Da entsagte ein Adeliger dem weltlichen Leben, trat dem Benediktinerorden bei und stiftete seinen Besitz dem Kloster Göllingen. In der Schenkungsurkunde heißt es: „Kund getan sei allen Christgläubigen, dass ein gewisser Adliger mit Namen Gunther kraft seines eigenen Erbrechts (…) die Güter Thürungen, Günserode, Ichtershausen, Eschenbergen mit Hörigen und allem, was dazu gehört, dem heiligen Wigbert am Altar in dem Ort, der Göllingen genannt wird, zum Unterhalt der Brüder jenes Ortes …“ übergeben habe. Göllingen gehörte damals zur Abtei Hersfeld und war, wie das Mutterkloster, dem heiligen Wigbert geweiht. Ein Jahr lang leitete Gunther – der vormalige Graf von Käfernburg-Schwarzburg – die Geschicke des Konvents, dann zog er sich in die Einsamkeit der Wälder zurück und lebte als Eremit im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet. Dort wird er heute noch als Heiliger verehrt, als Gunther von Thüringen sollte er in die Geschichtsbücher eingehen. Die Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1005 ist die älteste urkundliche Erwähnung des Klosters Göllingen. Damit gehört es zu den ältesten Klöstern Thüringens. Bereits um das Jahr 775 wird der Ort als Besitz des Klosters Hersfeld aufgeführt, ob es damals allerdings bereits ein Kloster gab, ist unklar.


Von der einstmals weitläufigen Klosteranlage haben sich heute nur noch Reste erhalten. Von der Klosterkirche sind vor allem die Apsis im Osten sowie der Westturm erhalten. Da schriftliche Zeugnisse weitgehend fehlen, musste ihre Baugeschichte anhand der Gebäudereste rekonstruiert werden. Ende des 10. Jahrhunderts wurde vermutlich eine erste Steinkirche errichtet. Um etwa 1170 erfolgte der erste große Umbau. Dabei entstand ein sogenanntes Chorpodium, die beiden unteren Geschosse des erhaltenen Westturms. Einige Jahre später wurde das Chorpodium turmartig ausgebaut und um zwei achteckige Geschosse ergänzt. Der Westturm beherbergt auch die bedeutende Krypta der einstigen Klosterkirche. Sie wurde raffiniert in das ansteigende Gelände hineingebaut und war von Westen nicht sichtbar. Die anspruchsvolle Architektur des Raumes und die aufwendige Ausgestaltung und zeugen vom Reichtum des Klosters.


Während des Bauernkriegs wurde die Klosteranlage 1525 geplündert und teilweise zerstört. Die Reformation überstand Göllingen weitgehend unbeschadet, doch 1606 erfolgte die Säkularisierung und Umwandlung in eine Domäne. Die Krypta diente fortan als Lagerraum, das Kirchenschiff verschwand größtenteils und das Brauhaus des Klosters wurde zum Pferdestall. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal als Konservenfabrik genutzt. Ein Großteil der Gebäude wurde abgerissen oder verändert, es entstanden Werkstätten, Lager und Wirtschaftsgebäude. Nach dem Ende der Konservenproduktion 1990 wurde die Baugeschichte der Klosterkirche wissenschaftlich erforscht.

null

Ausstattungsmerkmale

Drohnen verboten
null


Turm mit Krypta – romanische Apsis mit Lapidarium

Öffnungszeitraum
1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Öffnungszeiten
Heute 10:00 – 15:00 Uhr geöffnet

Die Klosteranlage ist täglich geöffnet.


Turm mit Krypta – romanische Apsis mit Lapidarium

Klosterstraße 4
99707 Kyffhäuserland, OT Göllingen
T: 03 46 71 - 5 26 89

Schlossverwaltung
Burg Weißensee | Göllingen | Sachsenburg

Runneburg 1
99631 Weißensee
T: 03 63 74 - 3 62 00


Fördervereine

Gesellschaft der Freunde der Klosterruine St. Wigbert Göllingen e.V. Klosterstraße 2 99707 Kyffhäuserland, OT Göllingen T: 03 46 71/5 59 31

auf Anfrage


Keine Parkplätze am Objekt

10 Parkplätze auf der Anlage
öffentlicher Parkplatz 200 Meter entfernt für 30 PkW