• Burgruine Ehrenstein

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× Die Ruine ist aus Sicherheitsgründen vorübergehend nur teilweise zugänglich. Die Witterung hat in den vergangenen Jahren schwere Schäden verursacht. Nach Abschluss aufwendiger Sicherungsmaßnahmen kann die Ruine wieder vollständig besichtigt werden.

Burgruine Ehrenstein

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Zwischen Weimar und Rudolstadt, oberhalb der kleinen Gemeinde Ehrenstein, erhebt sich die eindrucksvolle gleichnamige Burgruine. Einst residierten auf dem Berg die Grafen von Schwarzburg. Nach diversen Besitzerwechseln wurde die Burg Ende des 17. Jahrhunderts aufgegeben. Bemerkenswert sind die kompakte Bauform der Anlage sowie die abgerundeten Ecken. Schon von weitem kann man den 25 Meter hohen, viereckigen Bergfried erblicken.


Als „hus zcu dem erinstein“ – so wird die Burg Ehrenstein in ihrer ältesten Nennung aus dem Jahr 1346 bezeichnet. Die Burg gehörte damals den Grafen von Schwarzburg, erbaut wurde sie vermutlich von Günther XXI. (1301–1349). Dieser ging in die Geschichtsbücher ein, als er sich als Kandidat der Wittelsbacher für die Nachfolge Ludwigs des Bayern aufstellen ließ. Am 30. Januar 1349 wurde Günther in der Reichsstadt Frankfurt tatsächlich zum deutschen König gewählt. Damit wurde er zum Gegenspieler Karls IV., dessen Wahl von den Wittelsbachern nicht anerkannt worden war. Am Ende konnte Karl IV. den Machtkampf für sich entscheiden. Diplomatisches Geschick, militärische Überlegenheit und eine tödliche Erkrankung führten schlussendlich zu Günthers Verzicht auf die Krone. Obwohl sie Gegner waren, veranlasste Karl, dass der Verstorbene im Frankfurter Dom beigesetzt wird, mit allen königlichen Ehren.


Als Bauherr hat Günther vermutlich nicht nur auf dem Ehrenstein seine Handschrift hinterlassen, sondern unter anderem wohl auch auf der Burg Liebenstein im Ilmkreis. Die beiden Anlagen entstanden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sie zeichnen sich durch ihre Schlichtheit in der Form sowie durch ihre Reduktion auf die wesentlichen Funktionsaspekte aus. Auffällig sind die kompakte Bauform sowie die abgerundeten Ecken, für die eigens Steine zugehauen wurden. Die runden Ecken waren aber wohl weniger der Wehrhaftigkeit geschuldet, als vielmehr der Optik. Der älteste Teil der Burg Ehrenstein ist der Kernbereich. Er erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Bergsporns und setzt sich aus einem Turm sowie dem dreigeschossigen, fast 30 Meter langen Wohnbau zusammen. Dem Kernbereich gegenüber steht der Bergfried. Mit einer Höhe von etwa 25 Metern ist der markant viereckige Turm schon von weither sichtbar. Umgeben ist die Anlage von einem zwölf Meter breiten Halsgraben. Dieser künstlich angelegte Graben sollte die Burg vor Angreifern schützen.


Über mehrere Jahrhunderte befand sich der Ehrenstein im Besitz der Familie von Schwarzburg. Auf sie folgten die Grafen von Gleichen, die die Burg aber aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht dauerhaft halten konnten. Es folgten weitere Besitzerwechsel, bevor die Anlage 1610 schließlich wieder an die Schwarzburger ging. Damit schloss sich zwar der Kreis, doch die Burg befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem desolaten Zustand. Zeitweise wurde sie noch als Sitz für den Amtmann genutzt, doch der Niedergang konnte nicht aufgehalten werden, und so wurde die Anlage Ende des 17. Jahrhunderts schließlich aufgegeben und der Dachstuhl abgenommen. Damit war die Burg Ehrenstein offiziell zur Ruine geworden.

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Ausstattungsmerkmale

Drohnen verboten
Führungen
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frei zugänglich



T:

Gemeindeverwaltung Ehrenstein

Ehrenstein Nr. 6a
99326 Stadtilm OT Ehrenstein
T: 0 36 29 - 81 26 76


Führungen nach Vereinbarung
T: 0 36 29 – 80 24 48


Keine Parkplätze am Objekt

keine Parkplätze in der Anlage, im nahe gelegenen Ort zahlreiche Parkmöglichkeiten, auch für Busse


Die Burgruine ist nur fußläufig erreichbar.

Für die Anreise mit den Pkw geben Sie im Navi bitte „Ehrenstein, Dorfstraße 32“ ein.