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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Liebenstein

Burgruine Liebenstein im Ilm-Kreis, Ilm-Kreis

 

Schwarzburg-käfernburgische Burganlage aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Ruine über kompakten rechteckigem Grundriss mit gerundeten Ecken und einem
Turm sowie einem gotischem Palas. Halsgraben sowie Reste von Gräben und einer Ringmauer

Burgen jedweder Art und Größe waren allzeit ein Lieblingsgegenstand für das Aufkommen und Weitererzählen von Sagen. Die Ursache dafür, dass sich um die Burgruine Liebenstein im gleichnamigen Ort des Ilmkreises auffällig viele Sagen ranken, ist nicht bekannt. Der grausamste unter diesen vom Aberglauben genährten volkskundlichen Texten handelt von einem eingemauerten Kind und von klagenden Eulen, welche die zwischen Plaue und Gräfenroda über dem Tal der Gera sich erhebende Burgruine bis in die Gegenwart umfliegen sollen. Auch die Sagen von der „Weißen Frau“ oder von den Männern, die den versunkenen Reichtümern der Burg nachspürten, lesen sich eher wie Kapitel eines abenteuerlichen Krimis denn beruhigend märchenhaft.

Die Burgruine Liebenstein weist zahlreiche Ähnlichkeiten mit der etwa 25 Kilometer westlich von Liebenstein entfernten Burgruine Ehrenstein auf. Der 17 Meter breite und 12 Meter tiefe Halsgraben um die Anlage, der hier 35 x 15 Meter messende rechteckige Grundriss des Kernbaus, die gleichzeitige Errichtung von Turm und mehrgeschossigem Wohnbau mit den wehrhaft abgerundeten Ecken sowie die Ausbildung der Schlitzfenster lassen den vergleichenden Schluss zu, dass Burg Liebenstein um das Jahr 1300 errichtet worden sein muss. Bauherr war – wie auch in Ehrenstein – die Dynastie der Käfernburg-Schwarzburger. Mit der Burg war ein wehrhaftes Anwesen zum Schutz der Handelsstraße im Tal entstanden, welche Teile des Thüringer Waldes mit dem Thüringer Becken bis heute verbindet. Sich ändernde gesellschaftliche Bedingungen und wechselnde Besitzer, darunter Herren von Witzleben über vier Jahrhunderte, führten an der stattlichen Anlage mehrfach zu baulichen Veränderungen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war aus der wehrhaften Burg ein Wohnschloss geworden. Im Jahr 1867, in welchem die Wartburg bei Eisenach im wiederaufgebauten Festsaal des Palas ihr 800-jähriges Jubiläum mit der Uraufführung von Franz Liszts „Legende von der heiligen Elisabeth“ feierte, wurde die leergezogene und nutzlos gewordene Burg Liebenstein auf Abbruch verkauft. Übrig blieben die gegenwärtig zu sehenden bemerkenswerten Teile der Kernburg sowie Reste von Gräben und von einer Ringmauer.

Die Burgruine Liebenstein befindet sich seit 1996 im Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Kontakt und Förderverein

Burgverein
Liebenstein/Thüringen e.V.

Herr Dürer
Burgweg 6
99330 Liebenstein/ Ilm-Kreis

T: 03 62 05/1 70 55
F: 03 62 05/7 15 75
duerer.liebenstein@gmail.com

www.burgverein-liebenstein.de

 

 

Burggelände

Parkmöglichkeiten
in der Anlage keine Parkplätze,
20 PKW- und 5 Busparkplätze 5 Minuten entfernt

Burgruine
frei zugänglich

Führungen
nach Anmeldung täglich möglich

Mobil: 01 76/21 86 33 46