Home | Kontakt | 
Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Bad Liebenstein

Burgruine Bad Liebenstein, Wartburgkreis

 

Burganlage aus dem 14. Jahrhundert mit Palas und Umfassungsmauern.
Bereits im 18. Jahrhundert unter Georg I. von Sachsen-Meiningen erste
Restaurierungsmaßnahmen

Die zahlreichen Familien von Stein, die im Thüringer Raum seit dem 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt werden, können nicht sicher mit all jenen Burgen im Thüringer Wald und dessen Vorland identifiziert werden, deren Namen auf –stein endet. Zu der nordöstlich vom Kurort Bad Liebenstein sich erhebenden Burgruine Liebenstein aber ist in den Urkunden nachzulesen, dass Herren von Stein, die auf dem benachbarten Altenstein saßen, im Jahr 1360 vom Thüringer Landgrafen mit Burg Liebenstein belehnt wurden.

Nach dem Ausbau derselben zum wehrhaften Wohnsitz übersiedelte die Adelsfamilie im Jahr 1386 vom Altenstein auf den naheliegenden Burgberg. Die Besitzer wechselten fortan mehrfach, auch in militärische Auseinandersetzungen wurde die Anlage hineingezogen und dabei schwer beschädigt. Im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts wurde die aus einem jüngeren (um das Jahr 1554) und einem älteren Teil bestehende Burg aufgegeben; im Jahr 1800 gelangte die Ruine wieder in den Besitz von Sachsen-Meiningen.

Dessen damaliger Herzog Georg I. (1761 – 1803) galt unter Zeitgenossen als „weiser Regent, wohlwollender Fürst und Vater seines Volkes; er war ein tätiger Menschenfreund, ein Verehrer des Verdienstes, ein Gönner der Gelehrten und Künstler und ein Mann von edlem hohen Charakter.“ Zu den Spuren die er hinterlassen hat gehört auch die Burgruine Liebenstein, deren Konservierung und teilweise Restaurierung er veranlasst hat.

Er ließ auch die hohe Bogenbrücke anlegen, welche den in seinen Umfassungsmauern noch vollständig erhaltenen, dreigeschossigen Palas mit der Ringmauer verbindet (die Aussichtsplattform wurde erst 1932 eingebaut). Was der Besucher heute entdeckt, gibt nur ein unvollkommenes Bild von der seinerzeit um einiges weitläufigeren Burg. Die teilweise noch von Zwingermauern umgebene Burgruine Bad Liebenstein ist seit 1998 Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. 

Auf dem Weg zur Burgruine und zu der gleichfalls von der Stiftung betreuten Schloss- und Parkanlage Altenstein kann der Besucher auch jenes Waldstück durchlaufen, in welchem der Reformator Martin Luther auf der Rückreise von Worms „überfallen“ und anschließend auf die Wartburg bei Eisenach gebracht wurde.

Kontakt und Förderverein

Natur- und Heimatfreunde e.V.
Herr Reich, Vorsitzender
Herzog-Georg-Straße 26 
36448 Bad Liebenstein

T: 03 69 61/7 22 22
F: 03 69 61/20 99 12
fritz-eberhard-reich@vodafone.de

www.heimatfreundebali.de

Burggelände

Parkmöglichkeiten
keine Parkmöglichkeit an der Ruine

Burggelände, Burgruine mit Aussichtsturm

Öffnungszeiten
Mai-Sep: täglich 10-18 Uhr
Okt-Apr: Sa, So und an Feiertagen 10-18 Uhr bei guter Sicht,
sonst nach Voranmeldung, als äußeres Zeichen der Öffnung ist die Fahne gehisst

Führungen nach Anmeldung