Der Rundgang durch das Museum Dornburger Schlösser führt durch zwei Gebäude, das Rokokoschloss und das Renaissanceschloss. Außerdem kann das benachbarte Bauhaus-Werkstatt-Museum besichtigt werden.
Auf einen Blick
Bauarbeiten
Das Renaissanceschloss ist aufgrund von Sanierungsmaßnahmen geschlossen. Das Renaissanceschloss ist aufgrund von Sanierungsmaßnahmen vorübergehend geschlossen. Das Rokokoschloss und das benachbarte Bauhaus-Werkstatt-Museum sind von April bis Oktober geöffnet.
Bauhaus-Werkstatt-Museum Einrichtung des Keramik-Museums Bürgel Website
Öffnungszeiten
Museum Dornburger Schlösser Saison von April bis Oktober
02. April – 01. November 2026
täglich außer mittwochs 10 – 17 Uhr
An Feiertagen auch mittwochs geöffnet
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Geschichte entdecken
Im Rokokoschloss sind die beiden Wohn- und Repräsentationsgeschosse zu besichtigen, dort sind unter anderem der mit Stuckmarmor ausgestattete Festsaal und der Speisesaal mit barockem und chinesischem Porzellan zu sehen. Außerdem gibt der Rundgang Einblicke in die Nutzung als Sommerresidenz der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach.
Im Renaissanceschloss sind unter anderem die Räume zu sehen, in denen Johann Wolfgang von Goethe 1828 für mehrere Monate lebte. Vor allem die Bergstube mit dem Schreibsekretär und hinterlassenen Kritzeleien an den Fensterrahmen entfaltet eine große Anziehungskraft. Derzeit ist das Renaissanceschloss wegen Bauarbeiten nicht im Rundgang erhalten, es ist ab 2028 wieder zu besichtigen.
RokokoschlossRenaissanceschloss
Der frühere Marstall befindet sich gegenüber dem Rokokoschloss. Dort ist das Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg untergebracht, betrieben durch das Keramik-Museum Bürgel. Es zeigt die Originalwerkstatt der Keramik-Klasse des Weimarer Bauhauses und keramische Arbeiten von Bauhaus-Künstlern.
Die Museumskasse mit Museumsshop befindet sich im Rokokoschloss. Dort können auch Kombitickets für den Rundgang einschließlich Bauhaus-Werkstatt-Museum erworben werden.
Ausstellungen
Dauerausstellung
Der Museumsrundgang beginnt derzeit im Rokokoschloss. Haben Sie eine Kombi-Karte mit dem Besuch des Bauhaus-Werkstatt-Museums im Marstall gelöst, erreichen Sie dieses über den Ehrenhof des Rokokoschlosses.
Sonderausstellungen
Sonderausstellungen finden in der Mansarde im Rokokoschloss statt, gelegentlich werden Sie auch in den Rundgang integriert. Fotoausstellungen sind regelmäßig im Untergeschoss des Rokokoschlosses zu sehen.
Im Rahmen von Ausstellungen kooperiert die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit verschiedenen Partnern, beispielsweise dem Verband Bildender Künstler Thüringen e.V., dem Dornburger Impressionen e.V. und dem Keramik-Museum Bürgel.
Informationen für Reiseanbieter
Am Rand eines schroffen Felsens hoch über der Saale liegt das imposante Ensemble der Dornburger Schlösser, bis 1918 Sommerresidenz der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Ihre liebevoll gepflegten historischen Gärten in unterschiedlichen Stilen sind verbunden durch Terrassenwege, die eine phantastische Aussicht in die Landschaft des Saaletals bieten. Schon beim Gartenspaziergang lassen sich viele Details entdecken, etwa das weit ins Tal ragende Fünfeck und romantische Laubengänge. Rosenliebhaber finden mit über 2.000 Rosenstöcken eine große Sortenvielfalt vor.
Ein Besuch auf den Dornburger Schlössern, für den zwei bis drei Stunden einzuplanen sind, lässt sich gut mit Aufenthalten in den nahe gelegenen Städten Weimar und Jena sowie im Saale-Unstrut-Gebiet mit dem Naumburger Dom und den Weinbaugebieten um Freyburg verbinden.
Von April bis Oktober ist Museumssaison, die Gärten sind ganzjährig von 9 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet. Die Rosen stehen meist Mitte Juni in voller Blüte, sind jedoch bis in den Herbst hinein zu bewundern. Ein üppiger Wechselflor und eine liebevolle Pflege machen den Besuch der Gärten während der ganzen Saison reizvoll. Der am Steilhang angebaute Dornburger Wein wird im Museumsshop angeboten.
Anfahrt und Parken
Direkte Zufahrt von der B88 im Saaletal nur für Fahrzeuge bis 3,5t. Anfahrt mit Reise-bussen über Zimmern. Ein- und Ausstieg Markt Dornburg. Busparkplatz Friedrich-Ludwig-Jahn-Str., gegenüber Nr. 11.
Dornburger Kinder- und Rosenfest am letzten Juniwochenende
Genussmarkt der Thüringer Tischkultur im September
Gastronomie und Übernachtung
Ratskeller am Marktplatz Dornburg mit Mittagstisch und Abendessen sowie Möglichkeit zu Gruppenbuchungen. Weitere Restaurants und Hotels in Jena, Weimar sowie in Richtung Bad Kösen/Naumburg.
Bild- und Infomaterial
Sie benötigen für die Vermarktung Ihrer Reise oder Veranstalter aussagekräftige Fotos? Dann wenden Sie sich bitte an die Fotothek der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten: fotothek@thueringerschloesser.de.
Drei Schlösser, drei Charaktere – das einzigartige Ensemble der Dornburger Schlösser thront auf einem Felsen über dem Saaletal. Die Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach schätzten den „Balkon Thüringens“ als Sommerresidenz. Mehr als 800 Jahre Geschichte sind hier vereint. Das Alte Schloss birgt Reste einer mittelalterlichen Burg. Das Rokokoschloss ist ein galantes Lustschloss des 18. Jahrhunderts mit Porzellansammlung. Das Renaissanceschloss ist eng mit Johann Wolfang von Goethe verbunden. Der schwärmte für die liebevoll gepflegten Schlossgärten – sie sind ein Hochgenuss für Flaneure und Rosenliebhaber. Auch der Wein vom Dornburger Schlossberg ist damals wie heute beliebt.
Drei Schlösser – ein Ensemble
Die Ursprünge der Dornburger Schlösser liegen in einer Burganlage des Hochmittelalters am Nordende des Schlossfelsens. Im 16. Jahrhundert trat das Alte Schloss an dessen Stelle, hinzu kam fast zeitgleich das Renaissanceschloss im Süden. In deren Mitte wurde im 18. Jahrhundert das Rokokoschloss errichtet – die imposante Dreierkulisse war perfekt. Zunächst dienten die Schlösser aber ganz verschiedenen Zwecken und gehörten nicht einmal zusammen. Erst 1824 kaufte Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach das Renaissanceschloss zu den beiden anderen Schlösssern hinzu und ließ sie durch vielfältige terrassierte Gartenanlagen verbinden. Heute sind das Renaissance- und das Rokokoschloss sowie die Gärten zu besichtigen. Das Alte Schloss wird als Tagungszentrum genutzt.
Vergnügung, Jagd und Militär – Das Rokokoschloss
Um 1740 ließ Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach das Rokokoschloss selbstbewusst in die Mitte des Dornburger Ensembles setzen. Es war eines von vielen Bauprojekten des absolutistisch regierenden Fürsten. Dornburg schätzte er vor allem wegen seiner nahegelegenen Jagdgebiete. Außerdem wollte er Kurfürst August dem Starken nacheifern und eine Heerschau nach dem Vorbild von dessen berühmtem Zeithainer Feldlager veranstalten. Dazu kam es zwar nie, jedoch erinnern die bastionsartigen Terrassen am Steilhang an diese Idee. Das Lustschlösschen nutzt die Hanglage phantasievoll aus. Die Geschosse sind direkt von den Gartenterrassen aus zugänglich – das Obergeschoss über eine elegant geschwungene Freitreppe. Dort spiegelt der Festsaal mit seinem Stuckmarmor in kräftigen Farben die barocken Herrscherambitionen des Bauherrn wider. In den seitlich angeordneten Appartements fanden später die schlichteren Vorstellungen des Klassizismus ihren Niederschlag. Den letzten Schliff gab Großherzog Carl Alexander ab 1875 dem Schloss. Er orientierte sich konsequent am Stil der Erbauungszeit und stattete den Speisesaal in Rokokoformen aus, um die viele seiner Zeitgenossen einen Bogen machten. Dort versammelte er eine Sammlung von Porzellanen aus China, den Niederlanden und Thüringer Manufakturen.
Von der Burg zum Tagungszentrum – Das Alte Schloss
In der Mitte des 16. Jahrhunderts bekam das Alte Schloss sein heutiges Aussehen. Es vereint vier Bauten unterschiedlichen Alters, die aber durch Fassadenfarbe und Fensterformen ein einheitliches Gesicht bekamen. Der Bergfried beispielsweise stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auch eine spätmittelalterliche Kemenate wurde in den Schlossbau einbezogen. Der Südflügel wurde dagegen im Renaissancestil neu erbaut und beherbergt zwei große Säle. Neben den imposanten Holzdecken haben sich gemalte Ornamente der Renaissance erhalten. Unterschiedliche Nutzungen prägten das Gebäude bis ins 20. Jahrhundert. Seit 2004 dient das umfassend sanierte Schloss als modernes Tagungszentrum.
Goethe war hier – das Renaissanceschloss
Streng genommen war es zunächst gar kein Schloss – erbaut wurde das Renaissanceschloss in der Mitte des 16. Jahrhunderts als Gutsherrenhaus. Sein heutiges markantes Aussehen mit Zwerchhäusern und Nischenportal erhielt es einige Jahrzehnte später. 1824 kaufte Großherzog Carl August das Gebäude und bezog es in das Ensemble seiner Dornburger Sommerresidenz ein. Umbauten machten es bequemer, hier bezog der Regent im Sommer selbst Quartier. Berühmtheit erlangte das Schloss vor allem durch seinen Freund und Geheimen Rat Johann Wolfgang von Goethe. Nach dem Tod des Carl Augusts zog sich der sich im Sommer 1828 nach Dornburg zurück und lebte für mehrere Wochen in der Bergstube. Neben vielen Briefen und Forschungsaufzeichnungen entstanden hier stimmungsvolle Gedichte.
Museum Dornburger Schlösser
Zwei der Dornburger Schlösser sind als Museum zu besichtigen. Im Rokokoschloss führt der Rundgang durch Raumkunstwerke des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Renaissanceschloss (derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen) steht der Aufenthalt Johann Wolfgang von Goethes 1828 im Mittelpunkt. Im benachbarten Marstall befindet sich das Bauhaus-Werkstatt-Museum.
„Die Aussicht ist herrlich und fröhlich, die Blumen blühen in den wohlunterhaltenen Gärten, die Traubengeländer sind reichlich behangen, und unter meinem Fenster seh ich einen wohlgediehenen Weinberg (…)“, beschrieb Johann Wolfgang von Goethe 1828 die Schlossgärten. Wenige Jahre zuvor hatte Carl August seinen Hofgärtner Carl August Christian Sckell beauftragt, durch die Gestaltung der Gärten die drei Schlösser unterschiedlichen Charakters zu einem Ensemble zu verbinden. Der Gartenkünstler schuf intime Gartenräume unterschiedlicher Stile, darunter der Landschaftspark, der Eschengang und der Teeplatz. Berühmt wurden die Gärten für ihren Reichtum an Rosen, die einen Laubengang üppig umranken und in großer Zahl und Sortenvielfalt die Terrassenwege begleiten. Die von Goethe bewunderten Weinberge werden nach wie vor bewirtschaftet, den Wein gibt es im Museumsshop.
Die Dornburger Schlossgärten umfassen auf circa 4 Hektar mehrere Gärten: den Landschaftsgarten am Renaissanceschloss, den geometrisch gestaltete Garten vor dem Rokokoschloss sowie den Obst- und Grasegarten am Alten Schloss. Die Steilhänge zur Saale unterhalb der Schlösser wurden ab 1736 in Weinberge verwandelt.
Erste Entwürfe für den Garten am Rokokoschloss stammen aus dem Jahr 1735/36. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen der Eschengang, der Teeplatz mit den „Acacien“, der Rosenlaubengang und zahlreiche Rosenspaliere hinzu. Ab 1824 wurde von Carl August Christian Sckell der kleine Landschaftsgarten am Renaissanceschloss mit geschlängelten Wegen, Gehölzgruppen und Blumenbeeten für Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach angelegt.
Nach ersten Wiederherstellungsmaßnahmen der Goethe-Gesellschaft von 1926-28, folgten ab den 1950er Jahren Erneuerungs- und Rekonstruktionsarbeiten in großem Umfang. Das Gartenparterre nordöstlich des Rokokoschlosses wurde nach dem barockisierenden Entwurf des Gartenarchitekten Hermann Schüttauf 1966 neu angelegt.
Gärten als verbindendes Element
Mit dem Erwerb des Renaissanceschlosses wurde die Zusammenführung der drei Schlösser zu einer Aufgabe für die Gartenkunst. Damit beauftragte Carl August den aus einer deutschlandweit tätigen Gartenkünstlerfamilie stammenden Carl August Christian Sckell. Er schuf auf dem Gelände des früheren Ritterguts einen kleinen Landschaftspark und verwob diesen mit den intimen Gartenräumen um das Rokokoschloss und das Alte Schloss.
Verbunden sind die Gärten durch Terrassenwege am Steilhang mit weiter Aussicht in das Saaletal. Die Parterres am Rokokoschloss erhielten eine detailreiche Gestaltung mit Blumenbeeten und Laubengängen. Das nördliche Parterre zeigt heute eine Neuschöpfung der 1960er Jahre im Rückgriff auf barocke Formen.
Am Alten Schloss greift die moderne Gestaltung die Gartenideen der Renaissance auf. Berühmt sind die Dornburger Schlossgärten für ihre zahllosen Rosen in historischen und neueren Sorten, aber auch für die unterhalb der Terrassen gepflegten Weinberge.
Goethe und die Schlossgärten
Kurz nach seiner Ankunft schrieb Goethe an den Freund Carl Friedrich Zelter: „Die Aussicht ist herrlich und fröhlich, die Blumen blühen in den wohlunterhaltenen Gärten, die Traubengeländer sind reichlich behangen, und unter meinem Fenster seh ich einen wohlgediehenen Weinberg, den der Verblichene auf dem ödesten Abhang noch vor drei Jahren anlegen ließ und an dessen Ergrünung er sich die letzten Pfingsttage noch zu erfreuen die Lust hatte. Von den andern Seiten sind die Rosenlauben bis zum Feenhaften geschmückt und die Malven und was nicht alles blühend und bunt, und mir erscheint das alles in erhöhteren Farben wie der Regenbogen auf schwarzgrauem Grunde.“
Barrierefreie Wege durch die Dornburger Gärten
Für Ihre Planung finden Sie hier eine Karte mit Wegen, die für Rollstuhlfahrer oder auch Besucher mit Kinderwagen gut geeignet sind.