Kirms-Krackow-Haus

Museum und Stadtgarten

Einen Steinwurf von der Herderkirche entfernt öffnet sich hinter einer schlichten Fassade ein lichter Innenhof, an den sich einer der reizvollsten Stadtgärten Weimars anschließt. Das Ensemble gehörte in der Goethezeit zu den bedeutenden Treffpunkten der Weimarer Gesellschaft. Die Brüder Franz und Carl Kirms standen in herzoglichen Diensten und pflegten rege Beziehungen zum Hof und zu Künstlern, Wissenschaftlern und Stadtbürgern. Schon im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde das Haus als privater Erinnerungsort an diese Glanzzeit kaum verändert. Der umfangreiche Originalbestand sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Seit 1917 Museum, ist das Kirms-Krackow-Haus heute beliebter Geheimtipp für Flaneure und Kulturgenießer sowie begehrter Veranstaltungsort.

Auf einen Blick

Kontakt

Kirms-Krackow-Haus Weimar
Jakobstraße 10
99423 Weimar
E-Mail

Öffnungszeiten

Museum
von April – Oktober
Fr 14 – 17 Uhr
Sa/So und Feiertage 11 – 17 Uhr geöffnet
an Feiertagen auch montags geöffnet

Garten
Der Biedermeiergarten ist ganzjährig von 9 Uhr bis Sonnenuntergang zu besichtigen.

Café Lieblingsgarten

Im Innenhof
Mi bis So: 9 – 17 Uhr
T: 0 36 43 – 2 17 63 10

 

Wohnkultur erleben

Eine Wohnetage des in hohem Maß authentisch erhaltenen Anwesens ist als Museum zugänglich. Eine vollständige Wohnungseinrichtung macht die Wohnkultur des frühen 19. Jahrhunderts erlebbar. Wechselausstellungen widmen sich der Alltagskultur im bürgerlichen Umfeld des Weimarer Hofs.

Biedermeiergarten in Weimar

Es ist eines der ältesten Häuser Weimars, war ab 1701 das Zuhause der Familie Kirms und ein wichtiger Treffpunkt für Künstler, Musiker und Gelehrte. Berühmte Persönlichkeiten wie Franz Liszt, Johann Nepomuk Hummel oder Hans Christian Andersen waren regelmäßig an der Jakobstraße zu Gast. Wer das Kirms-Krackow-Haus heute besucht, taucht ein in die Wohnkultur des gehobenen Bürgertums der Goethezeit – und darf obendrein einen intimen Blick in das Familienleben der Kirms werfen. Ein Kleinod mitten in der Weimarer Altstadt ist zudem der bürgerliche Blumengarten.

Blumisten

Besucher des Krims-Krackow-Hauses sollten unbedingt einen Blick in den Hausgarten werfen. Der Blumenliebhaber Franz Kirms zog dort seltene Apfel-, Mandel- und Maulbeerbäume heran, Rosen sowie seltene Pflanzen aus aller Welt. Unter seiner Hand bekam der Garten seine Gestaltung im Biedermeierstil, der maßgeblich für die heutige Gestalt ist – und erreichte damit seinen gestalterischen Höhepunkt.

Der Garten war Mitte des 18. Jahrhunderts erweitert und mit einem spätbarocken Pavillon ausgestattet worden. Die Entwürfe für den ursprünglich mit Dachterrasse errichteten Bau stammen vermutlich aus dem Umfeld der herzoglichen Baumeister Johann Adolph Richter und Gottfried Heinrich Krohne. Seinen gestalterischen Höhepunkt mit biedermeierlichen Blumenbeeten, Spalierobst und vielen botanischen Raritäten erreichte der Garten unter Franz Kirms (1750-1826), der dem Verein der Weimarer „Blumisten“ (Pflanzenliebhaber) angehörte.

Treffpunkt der Weimarer Gesellschaft im Umkreis des Hofes

Der Weimarer Hof war im Hinblick auf die Gartenkunst seit dem 18. Jahrhundert stets auf der Höhe der Zeit. Auch die in seinem Umfeld ansässigen Bürger entfalteten zum Teil großen gärtnerischen Ehrgeiz. Zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen gehört der Garten am Kirms-Krackow-Haus in Weimar. In der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte die Familie Kirms das Anwesen so weit vergrößert, dass auf dem Grundstück ein Garten Platz fand. Im barocken Gartenpavillon konnten Feste gefeiert und empfindliche Pflanzen untergestellt werden. Zur Goethezeit avancierte das Kirms-Krackow-Haus zu einem wichtigen Treffpunkt der Weimarer Gesellschaft im Umkreis des Hofes. Man beschäftigte sich mit Literatur, Kunst und Musik – und mit Pflanzen. Hofrat Franz Kirms gehörte zu den weit über die Stadtgrenzen hinaus vernetzten Blumisten, die sich in Zeitschriften und persönlichen Gesprächen über ihre Erfolge in der Blumenzucht austauschten. Der liebevoll gepflegte Biedermeiergarten zeigt, wie anspruchsvolle bürgerliche Haushalte die Notwendigkeit des Obst- und Gemüseanbaus mit ästhetischen und repräsentativen Ambitionen verbanden.

Verwaltung

Schlossverwaltung Oberschloss Kranichfeld
Am Oberschloss 1a
99448 Kranichfeld
T: 03 64 50 – 3 04 60
E-Mail

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