Thüringens Kulturminister Christian Tischner hat im Rahmen seiner „KulTour“ Schloss und Park Molsdorf besucht. Bei einem Rundgang informierte sich Tischner unter anderem über die Fortschritte bei der Sanierung des Parkpavillons im Sonderinvestitionsprogramm I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG). Zudem ging es um die Herausforderungen des Klimawandels für die Gartendenkmalpflege.
Im SIP I werden 23 Sanierungsprojekte an Burgen und Schlössern der STSG in ganz Thüringen umgesetzt. Rund 200 Millionen Euro werden dafür gemeinsam von Bund und Land zur Verfügung gestellt. Für rund 4 Millionen Euro wird der Pavillon im Schlosspark Molsdorf mit Umfeld saniert. Die Arbeiten kommen zügig voran. Fachwerk und Dachstuhl des Gebäudes von 1828 sind bereits saniert, im Mai 2026 konnte Richtfest gefeiert werden. Anschließend wurde das Dach verschalt und mit der Neueindeckung begonnen. Nach Fertigstellung 2027 soll das Kleinod für öffentliche und private Veranstaltungen nutzbar sein.
Dr. Doris Fischer, Direktorin der STSG, erläuterte die Aufgaben und Sanierungsfortschritte im Schlosspark Molsdorf: „Der Parkpavillon ist ein besonderes Kleinod und fester Bestandteil des Schlossparks. Dank der Mittel von Bund und Land konnten wir im SIP I die Parkarchitektur vor dem Verlust bewahren und für das Gebäude neue Nutzungsperspektiven schaffen. Ein Veranstaltungsort mitten im Garten entsteht, der unsere Aufmerksamkeit auch auf drängende Zukunftsfragen der Gartendenkmalpflege lenkt. Gemeinsam mit den anderen deutschen Schlösserverwaltungen arbeiten wir intensiv daran, auch unter schwieriger werdenden Klimabedingungen die besondere Qualität unserer Gartenkunstwerke zu bewahren. Dabei sind wir auf die Unterstützung von Gesellschaft und Politik angewiesen.“
Kulturminister Tischner sagte: „In Schloss und Park Molsdorf wird besonders greifbar, was kulturelles Erbe bedeutet. Es sind genau solche Orte, die zugleich Genuss und Bildung bieten. Wir brauchen sie heute als eine Basis unserer Gemeinschaft und wir müssen sie für die Zukunft erhalten. Das erfordert große Kraftanstrengungen und verlässliche Partnerschaften. Deshalb bin ich dem Bund besonders dankbar für die gemeinsame Förderung des Sonderinvestitionsprogramms I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, von dem auch der Pavillon in Molsdorf profitiert. Hier entsteht ein kleiner, feiner Ort für gesellschaftliches Leben. Nicht minder herausfordernd sind die Folgen, die der Klimawandel für unser grünes Kulturerbe mit sich bringt. Tatsächlich kann man in Parks die Veränderungen besonders deutlich sehen. Die Stiftung erfüllt hier gemeinsam mit ihren fachlichen Partnern Pionieraufgaben, auch das verdient eine breite Unterstützung.“
Das SIP I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von 200 Millionen Euro, die Bund und Land jeweils zur Hälfte bereitstellen. Mit diesem Programm kann die STSG wesentliche Sanierungsschritte für viele ihrer Liegenschaften erreichen. Das SIP I ist in 23 Einzelprojekte in Kulturdenkmalen in ganz Thüringen aufgeteilt, die unabhängig voneinander vorangetrieben werden.
Foto von links nach rechts: Michael Schönau (Ortsteilbürgermeister Molsdorf), Jonathan Simon (Gartenreferent STSG), Kati Rohling (Vorstandsvorsitzende Lebenshilfe Erfurt e. V.), Andreas Kösling (Lebenshilfe Erfurt e.V.), Christian Tischner (Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur), Dr. Doris Fischer (Direktorin STSG), Frau Wagner (TMBWK), Silvia Wagner (Leiterin der Abteilung Bauten und Gärten STSG), Marie Linz (Schlossverwalterin der STSG Schloss Molsdorf)




