Orangerie von Schloss Sondershausen im Winterquartier

Die Orangeriepflanzen von Schloss Sondershausen haben ihr Winterquartier in Bendeleben bezogen. Dort nehmen die 72 Kübelpflanzen einen ganzen Trakt des barocken Orangeriegebäudes ein. Über den Winter werden die Exoten regelmäßig begutachtet und gepflegt. Bei Transport und Winterung der kälteempfindlichen Pflanzen wird die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten unterstützt durch den Bauhof der Gemeinde Kyffhäuserland.

Hochstämmige Fuchsien, Granatapfel, Kirschmyrte, Lorbeer, Oleander, Bleiwurz, Enzian, Phönixpalmen, Brautmyrte und Hammerstrauch prägen im Sommer in hölzernen Kübeln den Lustgarten von Schloss Sondershausen und den Platz vor dem Marstall. Die größte Pflanze ist eine Fächerpalme mit über 5 Metern Höhe.

Die heutigen Orangerie-Kübelpflanzen im Schlosspark Sondersausen knüpfen an eine lange Orangeriegeschichte in der Schlossanlage an. Schon im 18. Jahrhundert prägten Orangeriepflanzen den barocken Lustgarten vor dem Westflügel des Schlosses. Lorbeer und Zitrus als Hochstämmchen gehörten zum Standardbestand einer fürstlichen Orangerie, im 19. Jahrhundert kamen Palmen hinzu. Zu den Spezialitäten der Sondershäuser Schlossgärtnerei gehörte die Ananaskultur.

Die historischen Winterungsgebäude der fürstlichen Orangerie in Sondershausen befanden sich westlich des Marstalls. Von den einst umfangreichen Bauten sind nur noch Reste erhalten. Derzeit finden die Orangeriepflanzen aus Sondershausen im Winter in der Orangerie Bendeleben Aufnahme.

Abbildung: Abtransport der Orangeriepflanzen im Schlosspark Sondershausen ins Winterquartier, Foto: STSG, Henry Märtens

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