Knapp eineinhalb Jahre war das Torhaus der Burg Ranis unter einem Schutzdach verborgen. Nun konnte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten dank guten Sanierungsfortschritts den Wetterschutz abnehmen. In den nächsten Wochen wird das aufwendige Gerüst für die Fassadenarbeiten umgebaut. In etwa einem Jahr sollen dann ganz die Hüllen fallen.
Im Dachbereich sind die Handwerker sehr gut vorangekommen. Die Zimmererarbeiten sind zu 75 Prozent abgeschlossen, nun stehen die markanten Fachwerkerker an der Ostfassade im Mittelpunkt. Ein Teil der Dachflächen ist bereits wieder mit neuem Schiefer versehen. Die Steinmetze haben gut die Hälfte ihrer Arbeit geschafft, vor allem an der Westfassade mit ihren aufwendigen Giebeln, Traufen und Fenstergewänden. Sie arbeiten sich nun vor allem an der Süd- und Ostfassade. Nach Umbau des Gerüsts beginnt im September die Sicherung und Ergänzung der historischen Putze.
Das Torhaus hat seine Ursprünge im Mittelalter und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgebaut. Viele Epochen und Nutzungen haben ihre Spuren hinterlassen, die bei der Sanierung erhalten und sichtbar gemacht werden. Dazu gehören Besonderheiten in den Holzkonstruktionen, aber auch Zeugnisse historischer Umbauten und Farbfassungen von Renaissance bis ins 20. Jahrhundert in den Innenräumen.
Die Sanierung des Torhauses auf der Burg Ranis ist eines von 23 Projekten im SIP I der STSG mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro, die Bund und Land jeweils zur Hälfte bereitstellen. Für die Maßnahmen auf der Burg Ranis stehen im SIP I 6 Millionen Euro bereit.
Abbildung:
Torhaus der Burg Ranis beim Abbau des Schutzdachs, Foto: STSG, Jens Herwig




