Auf der Veste Heldburg hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten den Herrenerker am Französischen Bau restauriert. Der hochwertige Renaissanceerker mit reichem Reliefschmuck wurde in den vergangenen Monaten durch Restauratoren steinkonservatorisch in die Kur genommen. Die STSG wendet rund 140.000 Euro für die Maßnahmen auf. Unterstützt wird das Restaurierungsvorhaben mit rund 19.000 Euro von der Marlis Kressner Stiftung. Ende August soll das Gerüst abgebaut werden.
Der Sandstein, der bei der Errichtung des Herrenerkers im 16. Jahrhundert zum Einsatz kam, war durch die Witterung stark angegriffen. Nun wurde der Erker samt reichhaltigem Reliefschmuck durch eine beauftragte Fachfirma von Hand und maschinell behutsam gereinigt, es wurden Hohlstellen hinterfüllt. Der Naturstein wurde gefestigt und neu verfugt.
Der Herrenerker gehört zum Bauschmuck des Französischen Baus, der ab 1561 unter Herzog Johann Friedrich II. von Sachsen nach Plänen des Landbaumeisters Nikolaus Gromann auf der Veste Heldburg errichtet worden war. Der Herrenerker ziert gemeinsam mit dem Frauenerker die hofseitige Fassade des Prachtbaus, in dem einst die herrschaftlichen Wohn- und Repräsentationsräume lagen. Im Erdgeschoss zeigen die Reliefs Tierdarstellungen, im Hauptgeschoss sind ernestinische Landesherren dargestellt, das Obergeschoss wird von einem Vogelfries geziert. Ergänzt werden die figürlichen Reliefs durch für die Renaissancezeit typische Ornamente.
Fotos und Details unter: blog.thueringerschloesser.de
Abbildung: Eingerüsteter Herrenerker auf der Veste Heldburg, Foto: Björn Chilian




