Luisenthaler Wasserfall im Schlosspark Altenstein repariert, aber noch ohne Wasser

Im Schlosspark Altenstein ist der Zulaufgraben zum Luisenthaler Wasserfall instandgesetzt. Wasser führt er jedoch vorläufig noch nicht. Grund dafür ist vermutlich der ausgetrocknete Untergrund, in dem das Wasser versickert.

Aufgrund eines Schadens am Wasserzulauf musste die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) den Wasserfall Ende 2024 stilllegen. Eine große Hainbuche war umgestürzt und hatte eine Lücke in den Graben gerissen, der das Wasser zu der romantischen Parkszenerie leitet. Zunächst fehlte für die Wiederherstellung das Geld. Nun konnte der Graben auf einer Länge von rund 20 Metern repariert und neu abgedichtet werden. Nach der Reparatur wurde er wieder in Betrieb genommen, allerdings versickert das Wasser bislang größtenteils. Nach der langen Stilllegung muss der Boden des Grabens erst wieder durchfeuchten. Ähnliche Probleme sind bereits aus der Zeit vor gut 100 Jahren überliefert. Da der Graben auf einer Anhöhe künstlich angelegt ist, war auch damals die Durchlässigkeit des Bodens eine besondere Herausforderung. Das Parkteam der STSG prüft den Graben regelmäßig und sorgt für Abdichtungen.

Die Parkszenerie mit Wasserfall, Kunstgraben und Teichen im Luisenthal des Altensteiner Schlossparks entstand vor über 200 Jahren unter Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen. Der Herzog ließ damals die natürliche Landschaft mit vielen Felsformationen um seine Sommerresidenz auf dem Altenstein zum Landschaftspark mit kleinen Parkarchitekturen und abwechslungsreichen Parkbildern umgestalten.

Foto: Zulaufgraben zum Luisenthaler Wasserfall im Schlosspark Altenstein während der Wiederherstellung, Foto: STSG, Toni Kepper

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