Schäden nach Brand auf der Burg Weißensee


Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ruft zu Spenden auf

Am Tag nach dem Brand auf der Burg Weißensee/Runneburg in der Nacht zum Donnerstag hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) mit der Schadenserfassung begonnen. Neben dem Verlust der Alten Küche sind auch am benachbarten frisch sanierten Palasturm Schäden entstanden. Um zügig in die Wiederherstellungen am Turm einsteigen zu können, bittet die STSG um Spenden. Eine private Spendeninitiative läuft bereits erfolgreich.

Der Brand war in der Nacht zum 26. März in der Alten Küche am Rand der mittelalterlichen Burganlage ausgebrochen. Als Ursache hat die Polizei einen technischen Defekt an einer Elektroleitung ermittelt, möglicherweise ausgelöst durch Nagetierverbiss. Den herbeigerufenen sieben Feuerwehren aus der Umgebung gelang es, ein Übergreifen des Brandes auf den benachbarten Palas mit Palasturm zu verhindern, ebenso auf das nördlich direkt angrenzende Wagenhaus. Unterstützt wurden die vom Landratsamt Sömmerda koordinierten Feuerwehren durch die Polizei, den Arbeiter-Samariter-Bund und das Deutsche Rote Kreuz.

Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, dankte am Brandort allen Einsatzkräften und Helfern: „Wir haben es den vielen schnellen und bestens koordinierten Einsatzkräften zu verdanken, dass der vor wenigen Monaten fertig sanierte Palasturm gerettet werden konnte. Unser Schlossverwalter Tino Trautmann hat beim Eintreffen vor Ort diese Gefahr sofort erkannt und sie schnell an eine bereits brennende Tür geführt. So konnten die Feuerwehrleute schnell handeln, Minuten später hätte der Turm in Flammen gestanden. Die Abläufe haben perfekt funktioniert, dafür danke ich allen beteiligten Institutionen und Ehrenamtlichen sehr, sehr herzlich. Sie haben gemeinsam ein Kulturdenkmal gerettet. Ein großer Dank gilt auch den Experten und Baufirmen, die schnell und hilfsbereit zur Stelle waren, um die Brandstelle zu sichern.“

Vollständiger Brandverlust ist die Alte Küche, hier stehen nur noch die Außenmauern, die nun zunächst notgesichert und vor dem Einsturz bewahrt werden müssen. Der Palasturm konnte vor dem Brand bewahrt werden, hat aber durch die Hitze einige Schäden davongetragen. So hat ein Sandsteintürgewände den hohen Temperaturen nicht standgehalten, das Fassadenmauerwerk aus Naturstein hat sich verfärbt, die Dachrinnen sind geschmolzen, und am Dach und einem Gaubenfenster sind Schäden zu verzeichnen.

„Neben den Notsicherungen steht für uns der Turm im Fokus“, so STSG-Direktorin Fischer. „Hierfür bitten wir um Spenden. Historische Denkmale dieser Dimension sind nicht versichert, und bestimmte Schäden müssen schnell untersucht und behoben werden. Wir freuen uns deshalb sehr, dass sich unverzüglich eine private Spendenaktion formiert hat. Herzlichen Dank allen, die sich dort bereits beteiligt haben. Wir merken am großen Interesse und der beeindruckenden Spendenbereitschaft, wie wichtig den Menschen das kulturelle Erbe ist!“

Spenden für die Behebung von Brandschäden an der Burg Weißensee/Runneburg können auf das Spendenkonto der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten überwiesen werden:
Kontoinhaber: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
IBAN DE62 8208 0000 0611 8999 00
BIC DRESDEFF827
Verwendungszweck: „Brand Runneburg“

Abbildung: Alte Küche und Palasturm auf der Burg Weißensee nach dem Brand am 25./26. März 2026, Foto: STSG, Tino Trautmann

Pressekontakt

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