Auf der Burgruine Ehrenstein im gleichnamigen Ortsteil von Stadtilm hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) die Ruinensicherung zum Jahresende abgeschlossen. Die Maßnahmen sind Teil des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) der STSG, finanziert durch Bund und Land. 2018 musste die Ruine wegen loser Mauerteile abgesperrt werden, 2023 begann die Sanierung in drei Abschnitten. In diesem Jahr wurden die Bauarbeiten an der Kernburg mit dem dritten Bauabschnitt beendet. Gut 850.000 Euro wurden für die Ruinensicherung im Rahmen des SIP I aufgewendet. Bis das Baugerüst vollständig abgebaut ist, bleibt die Burgruine noch gesperrt, anschließend ist sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, freut sich über den erfolgreichen Projektabschluss: „Mit der Burgruine Ehrenstein konnten wir das vierte von 23 Sanierungsprojekten im Sonderinvestitionsprogramm I erfolgreich abschließen, das freut mich außerordentlich. Bewusst haben wir auch Burgruinen in das Denkmalrettungsprogramm aufgenommen. Sie sind nicht nur wichtige touristische Anziehungspunkte für Geschichtsbegeisterte und Wanderer. Sie sind wichtige Identifikationsorte im ländlichen Raum und führen uns die Ursprünge unserer Kulturlandschaft vor Augen.“

„Im dritten und größten Bauabschnitt standen in diesem Jahr die Außenfassaden des Palas im Fokus“, erklärt Baureferentin Jana Könnemann von der STSG. „Auf rund 700 Quadratmetern Fläche wurden die Natursteinoberflächen von Hand und maschinell gereinigt, lose Fugenmörtel abgenommen und das Mauerwerk anschließend neu verfugt. Dank der guten Arbeit der beauftragten Steinmetzfirma konnten wir die Ruinensicherung in diesem Jahr planmäßig abschließen.“ Dabei war das Zeitfenster für die Ausführung der Arbeiten auch 2025 wieder knapp: „Die Burgruine ist mit den Jahrhunderten Teil der Naturlandschaft geworden und ist Lebensraum geschützter Tierarten, auf deren Brut- und Nistzeiten wir Rücksicht nehmen. Deshalb blieben uns pro Jahr nur rund vier Monate für die Sicherungsarbeiten.“ Die Baumaßnahmen wurden eng mit der Naturschutzbehörde abgestimmt.
Für Besucherinnen und Besucher bleibt die Ruine aus Sicherheitsgründen bis zum Abbau des Baugerüstes noch gesperrt und wird anschließend wieder zugänglich sein.
Das Sonderinvestitionsprogramm I (SIP I) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen. Mehr zum SIP I unter blog.thueringerschloesser.de
Abbildungen:
– Burgruine Ehrenstein während der Sanierungsarbeiten 2025, Foto: STSG, Philipp Hort
– Natursteinsanierung an der Burgruine Ehrenstein, Foto: STSG, Philipp Hort




