Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bei der Sanierung des Schlossturms eine Zeitkapsel aus dem Turmknopf entnommen und geöffnet. Die rund 60 Jahre alte Hülse enthielt Dokumente, ein historisches Foto sowie Münzen aus der DDR-Zeit. Die eingelegten Schriftstücke geben unter anderem Aufschluss über die letzte Schlossturmsanierung in den 1970er Jahren. Vor Abschluss der Turmsanierung sollen die vorgefundenen Dokumente wieder eingelegt und um aktuelle Zeitzeugnisse ergänzt werden.
Im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I werden auf Schloss Heidecksburg aktuell das Dach am Westflügel und der Schaft des Schlossturms saniert. Die Zimmerleute, Steinrestauratoren und weiteren Gewerke kommen gut voran.

Das SIP I hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen. Auf Schloss Heidecksburg werden rund 39 Millionen Euro im SIP I investiert. Neben der Dachsanierung an West- und Nordflügel samt Turm werden auch der Marstall und die Säulensäle im Südflügel saniert.
Das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg ist auch während der Bauarbeiten weiterhin geöffnet und lädt mit seinen Dauer- und Wechselausstellungen zum Besuch ein.
Abbildungen:
- Mitarbeiterinnen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit beauftragten Planern und Handwerkern, Foto: STSG, Uta Kolano
- Inhalt der Zeitkapsel aus dem Turmknopf von Schloss Heidecksburg, Foto: STSG, Anke Pennekamp



