BUGA 2021

Die Bundesgartenschau Erfurt: 23.04. - 17.10.2021

Die BUGA Erfurt 2021 findet an den zwei Orten dem Petersberg und dem egapark – jeder für sich sehenswert und historisch – statt. Beide gehören zum eintrittspflichtigem Gelände.

Internetseite der BUGA 2021 zum Petersberg

Anlässlich der Bundesgartenschau in Erfurt 2021 zeigt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“. In der romanischen Peterskirche werden Werke der Gartenkunst in Thüringen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert dargestellt.

Foundation
Thüringer Schlösser und Gärten

Schloss Heidecksburg
Schloßbezirk 1
07407 Rudolstadt
T: 0 36 72 – 44 70
F: 0 36 72 – 44 71 19

Motiv der Ausstellung Paradiesgärten-Gartenparadiese

Foto: Titelmotiv für die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ im Rahmen der BUGA21 in Erfurt, © Atelier Hähnel-Bökens|Fotonachweis für Buchmalereimotiv: Bayerische Staatsbibliothek München, Clm 15710, fol. 60v.

6 aus 25: Außenstandorte der BUGA

Foto: Orangerie Gotha

Temporäre Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ während der BUGA 2021

Klosterkirche St. Peter und Paul, auch Peterskirche genannt

Der Peterskirche kommt im Rahmen der BUGA Erfurt 2021 eine zentrale Bedeutung auf dem Petersberg zu. In der ehemaligen Klosterkirche wird im BUGA-Jahr 2021 eine Ausstellung zum Thema „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ präsentiert. Vorbereitend wird die Peterskirche mit Sondermitteln des Freistaats Thüringen teilrestauriert und teilweise instandgesetzt. Sichtbares Zeichen werden die gereinigten und konservierten Außenfassaden sein, deren Mauerwerk von bemerkenswerter Qualität ist. Im Innenraum erfolgt eine Teilöffnung des hölzernen Lagerbodens aus dem 19. Jahrhundert und das Erdgeschoss wird für die Ausstellung nutzbar gemacht.

Während der Befreiungskriege wurde die Kirche ihrer monumentalen Wirkung beraubt. Mit den Maßnahmen soll dieser älteste erhaltene romanische Großbau Thüringens wieder in Teilen erlebbar werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Erfurt werden die Freiflächen neu geordnet und angelegt. Der Bau und sein Umfeld werden seiner Bedeutung entsprechend in Wert gesetzt.

Foto: Titelmotiv für die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ im Rahmen der BUGA21 in Erfurt, © Atelier Hähnel-Bökens|Fotonachweis für Buchmalereimotiv: Bayerische Staatsbibliothek München, Clm 15710, fol. 60v.

Historische Parks und Gärten als Außenstandorte der Bundesgartenschau Erfurt 2021

Neben Erfurt als namengebendem Ort des Geschehens gibt es Außenstandorte im ganzen Bundesland – in großer Anzahl und Vielfalt. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ist mit sechs ihrer historischen Parks und Gärten dabei, die unterschiedliche Strömungen der Gartenkunstgeschichte in höchster Qualität zum genussvollen Erlebnis machen.
Alle Anlagen verbindet die Qualität der gartenkünstlerischen Konzeption. Meist steht dabei der große gartenhistorische Stellenwert im Vordergrund, wichtig ist aber durchgängig auch die Bedeutung der Gärten für die Vermittlung von Schlossanlagen als kulturgeschichtliche Ensembles im Kontext von Bildung und Tourismus.
Wir sind dabei

Ausstellungen in den Außenstandorten der BUGA 2021

In verschiedenen Außenstandorten der BUGA wird es Ausstellungen rund um Gärten und besondere Pflanzen geben.

Gotha, Orangenhaus
Im Garten der Goldenen Früchte
16.04.-19.09.2021

Veranstalter: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Die Herzogliche Orangerie Gotha gilt als eine der größten und imposantesten barocken Orangerieanlagen im deutschsprachigem Raum. Ihre historischen Wurzeln reichen bis zur Gründung des Herzogtums Sachsen-Gotha im Jahr 1640 zurück. „Im Garten der Goldenen Früchte“. Diesem Thema und all seinen Facetten widmet sich die Ausstellung im Orangenhaus. Eine Orangerie ist nicht nur ein Gebäude, ein Garten oder eine Pflanzensammlung. Sie ist die Summe aus Architektur, Gartenkunst und gärtnerischem Handwerk. Kunst, Kultur und Geschichte bilden ein komplexes, eigenständiges Gesamtkunstwerk und ist damit Teil der Residenzkultur.

Die Ausstellung wirft Fragen auf und gibt Antworten. Wie zieht man Zitrusgewächse, welche Sorten gibt es? Wie verwendet man sie? Weshalb war Ananas so kostbar? Welche Gartengeräte wurden verwendet, wie wurden sie hergestellt? Zugleich hält die Ausstellung praktische Tipps bereit und lädt zum Ausprobieren ein. So waren für das gedeihliche Wachsen der Pflanzen ganz bestimmte Erdmischungen wichtig. Die Bestandteile hierfür sind in einem sogenannten Erdlabor aufgestellt und Besucher sind eingeladen, selbst zu mischen. Im zweiten Teil wird die Geschichte der Orangerie Gotha erzählt. Inszeniert mit einem optischen Orangenhain und einer Bilderwand, die manches Rätselhafte vorführt.

Führungen und Vorträge zu den Themen, Verkostungen und ein Fachworkshop zur Orangeriekultur ergänzen die Ausstellung.

Sommerpalais Greiz
Höfische Gärten und Gewächse
27.02.-30. 05.2021

Veranstalter: Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz

Die Ausstellung im Sommerpalais zeigt aus dem Bestand der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz ausgesuchte Ansichten von Schlössern und Gärten, von Gartenarchitekturen und deren Details sowie Darstellungen höfischer Gewächse. Es ist ein Eintauchen in vergangene Zeiten und der Sehnsucht nach der harmonischen Einheit von Kunst und Natur.

Dornburg, Dornburger Schlösser, Renaissanceschloss
Die Dornburger Schlossgärten und Hofgärtner Sckell
24.05.-15.08.2021

Veranstalter: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Die Dornburger Schlossgärten, auch als „Balkon Thüringens“ bezeichnet, wurden ab 1824 im Auftrag von Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach angelegt. Hofgärtner Carl August Christian Sckell bekam den Auftrag, die einzelnen Gärten der drei Schlösser zusammenzuführen. Er schuf eine Anlage aus Gartenräumen unterschiedlichen Charakters, geprägt von Terrassen, intimen Plätzen und reizvollen Aussichten ins Tal. Die Ausstellung zeichnet das Wirken Sckells in Dornburg nach. Zu den besonderen Erlebnissen Hofgärtners gehörte der Aufenthalt Goethes 1828 in Dornburg, den er später dokumentierte.

Weimar, Kirms-Krackow-Haus und Schloss Belvedere
Exotische Inspiration. Gesellige Teekultur in Weimar um 1800
02.04.-31.10.2021

Veranstalter: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und Klassik Stiftung Weimar

Die große thematische Bandbreite der Teekultur im Allgemeinen, besonders aber im klassischen Weimar, präsentiert eine Kooperationsausstellung der Klassik Stiftung Weimar und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. In Schloss Belvedere ist die bestehende Dauerausstellung um bebilderte Texte ergänzt, die den vor allem höfischen Gebrauch der Porzellane zum Tee erläutern. Im Kirms-Krackow-Haus wird der Reichtum der für das damalige Weimar typischen bürgerlich-adeligen Teegeselligkeit beschrieben, vom Familien- zum Spieltee, vom Tanz- zum Theatertee. Dazu sind die für eine Teegesellschaft um 1800 unentbehrlichen Utensilien zu sehen, vom Teekoppchen bis zur Teebüchse, vom Teewärmer bis zur Teemaschine. Überdies ist ein Teetisch aus der Zeit um 1850 rekonstruiert.

Molsdorf, Schlossmuseum Molsdorf
Mit Spaten, Charme und Strohhut – aus dem reichen Arbeitsleben eines barocken Gartenputtos
18.04. – 17.10.2021

Veranstalter: Schlossmuseum Molsdorf in Kooperation mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Am Beispiel des barocken Schlossgartens Molsdorf wird thematisiert, warum sich Adel und Herrscher solch pflegeintensiven Gärten anlegen ließen. Wozu dienten sie? So hat der Molsdorfer Schlossherr Gustav Adolph von Gotter hundert Gartenskulpturen aufstellen lassen, auch für damals eine exklusive und kostenintensive Ausstattung. Erzählt wird in der Ausstellung auch, was in der Barockzeit angepflanzt wurde und wie pflegeintensiv diese Gärten waren.