Wappen 52 | Grafschaft Brehna

Grafschaft Brehna

© Alexander Kühn

Grafschaft Brehna

© Forschungsbibliothek Gotha

Der Wappenstein

Das noch heute von der Stadt geführte Wappen der Grafschaft Brehna beinhaltet drei im Dreipass ausgeschlagene rote Seeblätter auf silbernem Grund. Die Helmzier ist ein roter, silbern gestulpter Turnierhut, in dessen Stulp zwei auswärtsgeneigte, goldengestielte Pfauenwedel mit naturfarbenen Federn stecken. Die Helmdecken sind rot-silbern.

Verloren und wiedererlangt

Brehna ist heute ein Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt. Von der vor 1053 von Graf Thiemo I. von Kistritz errichteten Burg Brehna, nach der die Grafschaft benannt worden ist, hat sich nichts mehr erhalten. 1106 fiel die Grafschaft an die Wettiner unter Konrad I. Der Ort selbst erlangte vor 1220 das Stadtrecht. Mit dem Tod des Grafen Otto IV. auf dem Reichstag zu Erfurt 1290 erlosch die Wettiner-Nebenlinie zu Brehna.

1290 wurde die Grafschaft von König Rudolf I. an den askanischen Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg verliehen, die dadurch auch Grafen von Brehna wurden. Mit dem Aussterben der Askanier von Sachsen-Wittenberg im Jahre 1422 kam die Grafschaft Brehna 1423 unter Friedrich dem Streitbaren wieder an die Wettiner. Dieser wurde mit dem Kurfürstentum Sachsen und damit auch mit der Grafschaft Brehna belehnt. Seitdem ist das Wappen ein Bestandteil des großen sächsischen Wappens. Bei der Leipziger Teilung 1485 kam die Grafschaft Brehna an die ernestinische und nach dem Schmalkaldischen Krieg 1547 an die albertinische Linie.

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