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Schloss Schwarzburg

 

Denkort deutsche Geschichte - zwischen Dynastie und Demokratie

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung durch Reichspräsident Friedrich Ebert 1919 in Schwarzburg soll das im Jahr 1123 gegründete Schloss zu einem zentralen Denkort für Demokratie ausgebaut werden. Ziel ist, Schwarzburg als Anlaufstelle und Austragungsort für Demokratie und demokratische Bildung im ländlichen Raum zu entwickeln.

Schaubaustelle und Audiowalk

Ab Sommer 2019 werden mit dem ehemaligen Ahnensaal und dem sogenannten Emporensaal ein Teil der Innenräume des Schlossgebäudes im Rahmen von Baustellenführungen zugänglich sein. Bis 2021 sollen dann die Arbeiten so weit vorangeschritten sein, dass eine Erkundung von Teilbereichen des Schlosses möglich ist. Mittels eines Audiowalks können Besucher dann eine mehrschichtig erzählte Geschichte mit szenischen und dokumentarischen Elementen, die unmittelbaren Bezug zum aktuellen Aufenthaltsort nimmt, erleben.

Nachdem die Arbeiten am Nordanbau des Hauptgebäudes fast fertiggestellt sind, begannen weitere  Maßnahmen. Aufgrund der Zerstörungen der 1940er Jahre sind umfangreiche Abstützmaßnahmen im Erdgeschoss vorzunehmen, damit die statisch-konstruktiven Folgemaßnahmen durchgeführt werden können. Hierzu zählt der Einbau einer Empore, die der Aussteifung des sogenannten Emporensaals dient. Ursprünglich befanden sich hier auf zwei Etagen Wohn- und Schlafgemächer der Prinzessinnen des Schwarzburger Fürstenhauses. Die brachialen Eingriffe im Rahmen des durch die Nationalsozialisten ab 1940 begonnenen, letztlich unvollendeten Umbaus zum Reichsgästehaus zerstörten diese Raumstrukturen. Ferner sind die Decken in den Flurbereichen im ersten Obergeschoss auszutauschen, da diese nicht mehr vorhanden beziehungsweise nicht mehr ausreichend tragfähig sind.