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Der Marstall von Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach wird instandgesetzt

 
2013-11-08

Der Turmknopf fällt zuerst

In Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach gibt es schon sichtbare Erfolge, aber auch noch viele Sorgenkinder. Zu ihnen gehört der Marstall mit seinem Uhrturm, der östliche Abschluss der Schlossanlage. Sein Zustand ist bedrohlich, doch jetzt wird der Bau instandgesetzt, dank der großzügigen Unterstützung der Rudolf-Dankwardt-Stiftung mit einer Summe von 330.000 Euro. Die Sanierung beginnt mit der Abnahme des Turmknopfs. Dann folgen die Zimmererarbeiten.

Der Marstall entstammt der ersten Blütezeit von Schloss Wilhelmsthal in den Jahren ab 1710. Für die Konstruktion von Gebäude und Turm wählte man Fachwerk. Daran sind schwerwiegende Schäden durch Nässe und Schädlinge zu verzeichnen, die schnelles Handeln verlangten. Jetzt sind umfangreiche Maßnahmen notwendig.

Zu Beginn der Arbeiten muss der Turmknopf abgenommen werden. Er ist unter anderem durch Einschusslöcher, von denen man nicht weiß, woher sie stammen, so stark geschädigt, dass er ersetzt werden muss. Zugleich wird die Asbestverkleidung vom Uhrturm abgenommen. Darunter liegt die historische Holzverkleidung, die für die spätere Wiederherstellung untersucht wird. Dann gehen die Zimmerer ans Werk. Sie müssen das gesamte Fachwerk von Turm und Marstall in die Kur nehmen, kaputte Bauteile ersetzen und die Konstruktion stabilisieren. Auch die Fundamente der Fachwerkstützen müssen ertüchtigt werden. Abschließend werden das Marstalldach und die Turmhaube neu gedeckt und die Turmverkleidung erhält ihre historische Gestalt zurück.

Voraussichtlich im April 2014 soll die Turmhaube mit dem neuen Turmknopf wieder aufgesetzt werden. Dann ist der Marstall mit seinem Uhrturm als prägender Bestandteil der Schlossanlage gerettet. Er bildet das Pendant zum Neuen Schloss mit dem Telemannsaal und den markanten Kolonnaden.

 

Abbildung
Der Marstall von Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach ist für die Instandsetzung eingerüstet, Foto: Architekturbüro Deutsch

 
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