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Präsentation des Innenraums der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt

 
2019-10-09

In Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2021 (BUGA21) wird die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul auf dem Erfurter Petersberg in großem Umfang teilsaniert. Ziel ist es, die Kirche und ihr Umfeld ihrer überregional herausragenden Bedeutung entsprechend zu präsentieren.

Hierzu erfolgen seit 2018 Instandsetzungsmaßnahmen sowohl an den Außenfassaden als auch im Inneren der Kirche. Zur BUGA21 wird hier eine Ausstellung zum Thema "Paradiesgärten - Gartenparadiese" eröffnet. Die Kirche soll auch nach der BUGA21 für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. 5 Millionen Euro bewilligte der Freistaat Thüringen für das Maßnahmenpaket.

Im Wesentlichen handelt es sich bei der Teilinstandsetzung um konservatorische und restauratorische Arbeiten. Am Außenbau betrifft dies die Fassaden, Arbeiten am Dach sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs. Die Kirche wird damit dauerhaft für Veranstaltungen im Erdgeschoss nutzbar gemacht.

Im Innenraum wurde die Decke über dem Mittelschiff geöffnet. Es handelte sich um Holzeinbauten aus dem 19. Jahrhundert, als die Kirche als Proviantlager genutzt wurde. Mit der Teilentfernung der Einbauten ist die Wirkung des ehemaligen Sakralraums zumindest partiell auf beeindruckende Weise wieder erlebbar. Zu den weiteren Maßnahmen gehören auch konservatorische und restauratorische Arbeiten sowie die Ertüchtigung des Fußbodens und die für die künftigen Veranstaltungsnutzungen benötigte Gebäudetechnik.

Die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul, 1127 bis 1182 entstanden, war bis zur Säkularisierung 1803 jahrhundertelang Zentrum des Benediktinerklosters auf dem Erfurter Petersberg. Während der Befreiungskriege 1813 wurde die Klosteranlage weitgehend zerstört. Schon wenige Jahre danach begann man mit dem Abbau der Ruinen. Der Klosterkirche blieb zwar der Totalabriss erspart, doch mit der Abtragung der Türme und weiterer Gebäudeteile sowie dem Umbau zum Proviantmagazin erfuhr auch sie gravierende Veränderungen. Dennoch gehört sie sowohl aufgrund ihrer Monumentalität, als auch der Qualität der Bau- und Steinmetzkunst zu den beeindruckendsten romanischen Zeugnissen in Thüringen.

 
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