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Grundlose Zerstörungswut

 
2018-04-12

Um historische Bau- und Gartendenkmale den vielen Besuchern präsentieren zu können, aber auch, um sie der Nachwelt zu erhalten, betreibt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten einen hohen personellen und finanziellen Aufwand. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich zudem ehrenamtlich, etwa in Fördervereinen. Leider kommt es trotzdem immer wieder vor, dass die wertvollen kulturellen Schätze Ziel mutwilliger Zerstörung werden. Und manchmal reichen wenige Minuten gedankenloser Zerstörungswut, um die Arbeit von Jahren sowie den Einsatz öffentlicher Gelder und privater Spenden zunichte zu machen.

Besonders häufig ist Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden betroffen. Zuletzt musste am Dienstagmorgen der Terrassengarten aus Sicherheitsgründen vorrübergehend gesperrt werden. Grund sind Vandalismusschäden an zwei steinernen Obelisken am Fuß der sogenannten Wasserkunsttreppe. Die 3,50 Meter hohen Sandsteinelemente waren in der Nacht zuvor von Unbekannten aus ihrer Verankerung gerissen worden, so dass ihre Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist. Eine Fachfirma wurde mit der Schadensbehebung beauftragt. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bittet um Verständnis, dass der untere Treppenabschnitt bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten gesperrt bleiben muss. Die Sachbeschädigung wurde bei der Polizei angezeigt, um sachdienliche Hinweise wird gebeten. Zum dauerhaften Schutz der wertvollen Anlage sollen nun zusätzliche Maßnahmen geprüft werden.

Über den betroffenen Bereich hinaus stehen die Terrassengärten allen Besuchern bereits wieder zur Verfügung. Bei dem derzeitigen schönen Frühlingswetter ist es ein besonderer Genuss, die blühenden Gärten zu erkunden.

 

Abbildung: zerstörter Obelisk, Foto: S. Lorenz

 
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