Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Weiterhin großzügige Bundesmittel für Schloss Altenstein

 
2018-01-25

Die Gesamtsanierung von Schloss Altenstein in Bad Liebenstein, das 1982 innen fast vollständig ausgebrannt war, schreitet zügig voran. Erfreulicherweise fördert der Bund die Fortsetzung der Arbeiten mit Mitteln aus seinem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“. Noch im Herbst vergangenen Jahres hatte der Bund seine Förderung für 2017 um weitere 150.000 € auf ein halbe Millionen Euro aufgestockt. Ferner wurden für das Jahr 2018 weitere 250.000 Euro zugesagt. Damit stehen für dieses Jahr mit den Eigenmitteln der Stiftung insgesamt über 1 Millionen Euro zur Verfügung.

Damit können die Arbeiten im Festsaal fortgesetzt werden. Hierzu gehört der Einbau der sogenannten Lambrie, also Holzverkleidungen, die es auch ursprünglich hier gab und die Marmorkamine sind dann fertig eingebaut. Zudem beginnt im Konzertsaal der Ausbau. Auch technische und brandschutztechnische Vorrichtungen werden weiter installiert. Außen wird der Portikus statisch ertüchtigt und die Terrassen sowie Balkone werden fertiggestellt.

2017 erfolgten mit rund 1,7 Millionen Euro Arbeiten im Inneren und am Außenbau. So wurden am Altan der Ostfassade die Natursteinarbeiten weitgehend abgeschlossen. Im Haupttreppenhaus konnten die restaurierten Bleiglasfenster eingebaut werden. Die bereits begonnenen technischen Installationen, Trockenbau-, Putz- und Estricharbeiten wurden fortgesetzt. Die Decke des Festsaals erhielt die rekonstruierte Holzvertäfelung und die restaurierten Kamine kamen an ihren Ursprungsort zurück. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Brahms-Gedenkstätte und des Chinesischen Kabinetts im ersten Obergeschoss, die im vergangenen Jahr fertiggestellt werden konnten. In diesem Zusammenhang waren auch die sanitären Anlagen im zweiten Obergeschoss installiert worden.

Auch auf der unmittelbaren Schlossterrasse gab es sichtbare Ergebnisse. Im Zuge der Wiederherstellung wurde durch die Wiederaufstellung der restaurierten Freiplastik des Hermes sowie einer Replik des Marsyas auf der Ostterrasse ein wesentlicher Teil der historischen Gestaltung zurückgewonnen. Die Thüringer Staatskanzlei unterstützte das Projekt im Rahmen der Kunst- und Kulturförderung mit rund 40.000 €.

 
« zurück