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Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden

 
2016-09-21

Fortführung der Dachsanierung am Westflügel

Am Westflügel von Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden haben in diesen Tagen die Arbeiten zur Dachsanierung begonnen. Es ist die vorletzte Etappe zur vollständigen Schlossdachsanierung. Rund 1,3 Millionen Euro investiert die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in diesen Bauabschnitt, gefördert durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Ost- und Nordflügel sind bereits abgeschlossen. Wenn 2018 der Westflügel fertig ist, steht nur noch der Südflügel aus.

In diesem Jahr konnte das imposante Schutzdach vom Nordflügel an den Westflügel umziehen. Darunter wird nun die Dachdeckung abgenommen und eingelagert. Dann werden wie an den bereits sanierten Flügeln die Dachkonstruktion und die Auflager auf den Wänden sowie die Zwerchhäuser saniert. Zuerst muss allerdings mit erheblichem Aufwand eine Altlast beseitigt werden. Der Dachstuhl wurde zur DDR-Zeit mit dem gesundheitsschädlichen Holzschutzmittel Hylotox bearbeitet. Dessen Ablagerungen müssen nun unter besonderen Schutzvorkehrungen entfernt werden, damit gefahrlos gearbeitet werden kann.

Schon im August hat die Restaurierung der Wandmalereien in den bereits sanierten Dachbereichen begonnen. Sie sind besonders wertvoll, weil sie seit der Erbauung des Schlosses Ende des 16. Jahrhunderts kaum verändert wurden. Während die übrigen Wandmalereien des Schlosses im Lauf der Jahrhunderte immer wieder ausgebessert, ergänzt und retuschiert wurden, gab es solche Veränderungen im kaum genutzten Dachgeschoss nicht. Im Rahmen der Dachsanierung werden diese besonders wertvollen Zeugnisse frühneuzeitlicher Raumkunst durch den Einbau temperierter Schutzräume vor schädlichen Klimaschwankungen bewahrt und restauratorisch gesichert.

 
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