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Sicherung am Leinakanal im Herzoglichen Park Gotha

 
2016-03-24

Bevor es im kommenden Jahr mit der großen Sanierung am Ensemble Schloss Gotha losgeht, sind am Leinakanal, der durch den Herzoglichen Park in Gotha führt, Sicherungsarbeiten notwendig.

In einem Bereich nordöstlich des Orangerieparterres ist eine Ufermauer eingefallen, zudem wurden hier undichte Stellen entdeckt. Es tritt Wasser in einen unter dem Leina-kanal liegenden, aber nicht mehr in Betrieb befindlichen historischen Abwasserkanal aus.

Um weiteren Schäden vorzubeugen, erfolgen jetzt vor Saisonbeginn und Inbetriebnahme des Leinakanals eine Erneuerung der Tonabdichtung sowie eine Reparatur am der Ufermauer. Rund 7.000 Euro sind dafür notwendig.

Der Leinakanal ist ein bedeutendes mittelalterliches künstliches Kanalsystem mit etwa 30 Kilometern Länge, durch das Wasser aus dem Thüringer Wald nach Gotha gefördert wird. Etwa ein Kilometer davon führt durch bzw. an den Herzoglichen Parkanlagen entlang. Dieser Kanalbereich ist in die gartenkünstlerische Gestaltung des Parks einbezogen.

Ursprünglich zur Versorgung der Stadt Gotha mit Brauch- und Trinkwasser angelegt, dient der Kanal heute zur Versorgung der Schlossteiche im Park sowie der Wasserkunst nördlich des Schlosses Friedenstein.

Der Leinakanal im Bereich des Herzoglichen Park sowie die zugehörigen Parkbrücken um Schloss Friedenstein sind aufgrund ihrer besonderen geschichtlichen, gartenkünstlerischen und technischen Bedeutung Bestandteil des 60 Millionen umfassenden Sanierungsprojekts „Ensemble Schloss Gotha. Sanierung und Präsentation des Kulturerbes. Schloss Friedenstein und Herzoglicher Park Gotha“, das von Bund und Freistaat Thüringen je zur Hälfte gefördert wird.

 
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