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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Heldburg

Veste Heldburg, Landkreis Hildburghausen

 

Den romantischen Vorstellungen eines Märchenschlosses verpflichtete Residenz des Theaterherzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen, ab 1875 aus dem Umbau und der Neugestaltung einer Festung des 16. Jahrhunderts hervorgegangen. Landschaftsbeherrschende Burganlage auf kegelförmigem Felsen. Im 16. Jahrhundert ernestinische Festung mit Festsaalbau im Renaissancestil

Grüße von der Feste Heldburg, „wo es so wundervoll still und ruhig ist“, sandte Freifrau von Heldburg ihrem Bruder Reinhard im Sommer 1891. Da lag der erste Aufenthalt auf dem musenfreundlichen Bergschloss, das ihr Mann Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen zum Refugium und bevorzugten Wohnsitz ausgebaut und eingerichtet hatte, bereits 13 Jahre zurück.

Zwar erinnern Spuren zwischen dem zur Kernburg zählenden Jungfernbau und dem von Nikolaus Gromann entworfenen Französischen Bau an Vorgängerbauten aus dem 12./13. Jahrhundert. Doch tatsächlich war es das Verdienst von dem in sächsischen Diensten stehenden Renaissancebaumeister Gromann, aus der mittelalterlichen Burg ein repräsentatives architektonisches Ensemble von herausragender kunstgeschichtlicher Bedeutung geformt zu haben.

Statt das Überkommene abzureißen und einen klassischerweise vierflügeligen Schlossneubau zu schaffen, bezog er das Vorhandene ein, renovierte und ergänzte es. Dass der Betrachter den in seiner Baumasse gewaltigen, neunachsigen Französischen Bau als nicht so wuchtig empfindet, bewirken klare Gliederungen, helle Farbfassungen und die Standerker aus Sandstein mit ihrem reichen Bildprogramm. Um 1564 fertiggestellt, vergingen drei Jahrhunderte, bis mit Georg II. ein weiterer entschlossener Bauherr auftrat.

Angeregt von der Burgenromantik des 19. Jahrhunderts setzte er wenige, aber dominante Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild durch: Der Jungfernbau verlor seinen Fachwerkaufbau und wurde damit wieder mittelalterlich, Türme wurden aufgestockt und der zinnenbewehrte Bergfried bekam sein weit in die Landschaft signalisierendes Kegeldach. Mehr noch als um das Äußere kümmerte sich der Meininger Herzog um die Umgestaltung des Inneren des Französischen Baus. Beletage, Großer Saal und die Gemächer wurden wohnlicher.

Dass sich dem Besucher davon beinahe nichts mehr zeigt, hat seine Ursache in einem Großbrand im April 1982. Feuerwehren verhinderten das Allerschlimmste, aber der attraktive Französische Bau war eine offene Ruine und die Innenausstattung komplett ein Opfer der Flammen geworden. Unmittelbar nach der Wende setzten Wiederaufbau und Sanierung der Ruine ein.

Mit der Übernahme der landschaftsprägenden Liegenschaft durch die Schlösserstiftung erfüllt sich der testamentarische Wunsch von Herzog Georg II., dass „diese Feste in ihrem Zustand auch in der fernen Zukunft erhalten bleibe und zum Besten der Stadt Heldburg und der Umgebung einen Anziehungspunkt für fremde Besucher bilde...“ Als „Fränkische Leuchte“, das belegen jährlich 25.000 Besucher, ist die einst im Grenzgebiet liegende Veste Heldburg von starker Anziehungskraft. Derzeit wird auf der Veste das Deutsche Burgenmuseum eingerichtet.

Kontakt

Schlossverwaltung
Veste Heldburg

Frau Schmidt-Danisch
Burgstraße 1
98663 Bad Colberg-Heldburg

T: 03 68 71/3 03 30
F: 03 68 71/3 04 87

schlossverwaltung
@vesteheldburg.de

Förderverein

Förderverein Veste Heldburg e.V.

Frau Rose, Geschäftsführerin
Burgstraße 1
98663 Bad Colberg-Heldburg

T: 03 68 71/2 12 10
F: 03 68 71/2 01 99
veste@bad-colberg-heldburg.de

www.bad-colberg-heldburg.de

Deutsches Burgenmuseum

Deutsches Burgenmuseum
Veste Heldburg

Frau Elke Elbers
Burgstraße 1
98663 Bad Colberg-Heldburg

T: 03 68 71/2 12 10

info@deutschesburgenmuseum.de
www.deutschesburgenmuseum.de

Burggelände

Parkmöglichkeiten
Öffentlicher Parkplatz mit 35 Plätzen 1.600 Meter entfernt am Fuße des Burgberges (auch für Busse geeignet), zum Objekt gehöriger Parkplatz am Reitweg mit bis zu 27 PKW-Plätzen und 2 Busplätzen fußläufig 300 Meter entfernt

Behinderte können nach Anmeldung auf dem Burghof parken.

Deutsches Burgenmuseum

info@deutschesburgenmuseum.de

www.deutschesburgenmuseum.de

Ausstellung „Gebautes Ideal - Herzog Georg II. und die Veste Heldburg“


Ausstellung „Die Veste Heldburg. Burganlage - Bergschloss - Deutsches Burgenmuseum. Geschichte und Sanierung“


Veste, Aussichtsturm, Freifraukemenate

Öffnungszeiten
Apr-Okt: Di-So 10-17 Uhr
Nov-März: Di-So 10-16 Uhr
am 24.und 31.12.2016 geschlossen.

letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Führungen nach Vereinbarung

Eintritt Burg mit Deutschem Burgenmuseum und Ausstellungen
Erwachsene 7,- Euro
Kinder 6-17 Jahre, Schwerbehinderte, Studenten 3,50 Euro
Kinder unter 6 Jahren und eingetragene Begleitpersonen von Schwerbehinderten frei,
weitere Tarife auf Anfrage

Download Info-Flyer