Faszinierende Schlösserwelt Thüringen

Stiftung

 

Dynastische Vielfalt und konkurrierende Musenhöfe

Mit Thüringens Geschichte sind Namen berühmter Burgen und Klöster, Schlösser und Parkanlagen vom Mittelalter bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert verbunden. Nirgends sonst in Deutschland hat sich auf engstem Raum eine derart hohe Dichte an architektonisch und kunsthistorisch beachtenswerten Bauten und Gärten erhalten. Thüringens Kulturlandschaft weist einen einzigartigen, in vielen Jahrhunderten gewachsenen Reichtum bedeutender Architekturdenkmale auf. Durch häufige Erbteilungen seit dem Mittelalter entstand eine Fülle von Kleinstaaten, die als Thüringer Besonderheit bis 1920 bestand.

Klöster wie Paulinzella oder St. Peter und Paul in Erfurt waren im Mittelalter spirituelle Mittelpunkte Deutschlands. Die Reste der Klosterkirchen rufen noch heute Bewunderung hervor. Burgen wie Weißensee, Wandersleben oder Ehrenstein waren Mittelpunkte der Herrschaft von Fürsten oder gar Königen und zeigen einzigartigen Bauschmuck.

Nach dem Mittelalter brachten die zahlreichen Staaten Thüringens Residenzschlösser von höchstem Rang hervor. Gotha oder Rudolstadt künden mit ihrer Größe, vor allem aber mit den prächtigen Innenräumen von der politischen Macht und dem künstlerischen Feinsinn der Fürsten. Die Parkanlagen, heute vielfach Naturoasen der Städte, sind keine natürlichen Gebilde, sondern bewusst bis ins Detail konzipierte Bestandteile der Schlösser. Der älteste Englische Garten auf dem Kontinent in Gotha oder der Park von Schloss Altenstein suchen ihresgleichen.

Publikationen

Schloss und Garten Molsdorf. Graf Gotters Residenz der Aufklärung

Großer Kunstführer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Band 4

Schloss Molsdorf nahe Erfurt ist eine besondere Kostbarkeit der Mitte des 18. Jahrhunderts. mehr...

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