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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Löschwasser aus historischem Gewölbe

 
2014-09-24

Die Instandsetzung der Zisterne im Innenhof von Schloss Friedenstein für die künftige Löschwasserversorgung ist einen entscheidenden Schritt weitergekommen.

Nachdem die Abdichtungsarbeiten abgeschlossen waren, bestand die nächste Herausforderung in der Schuttbeseitigung. 670 Kubikmeter Schutt, Schlamm und Erde mussten in Handarbeit mit Eimern und Aufzug aus dem sieben Meter hohen Gewölberaum herausbefördert werden. Nachdem der Gewölberaum leergeräumt war, wurde er statisch bearbeitet. Hunderte Vernadelungen in den Wänden sorgen nun dafür, dass die zweischaligen Mauern zusammenhalten. Die Fehlstellen im Mauerwerk bedürfen noch einer kosmetischen Behandlung. Die im Schlosshof sichtbaren Öffnungen wurden mit einer neuen Sandsteineinfassung und einem Gitter versehen. 2015 soll die Zisterne mit Wasser befüllt werden. Sie wird etwa 200.000 Liter Löschwasser fassen.

Mit der 2013 begonnenen Instandsetzung wird nicht nur ein bedeutendes Zeugnis der Ingenieurbaukunst vor dem Verfall gerettet, sie ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Brandschutzmaßnahmen für Schloss Friedenstein. Etwa 350.000 Euro wird die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten für diese Maßnahme ausgeben.

Die Zisterne mit dem stattlichen Tonnengewölbe stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie war im späten 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten und 1996 bei Bauarbeiten zufällig wieder entdeckt worden. Nach zahlreichen Reparaturen hatte man sie 1876 aufgegeben und mit Schutt aufgefüllt.

 

Fotos:

1 Gotha, Schloss Friedenstein, Zisterne vor der Schuttberäumung
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

2 Gotha, Schloss Friedenstein, Zisterne nach der Beräumung
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Dorothea Voigt

 
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