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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Pückler-Park um Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach

 
2012-05-04

Landschaftspark gehört zu den wenigen Pückler-Anlagen in Deutschland

Am 9. Mai eröffnet die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach die Saison 2012. Im Mittelpunkt steht dabei der historische Landschaftspark. Noch kaum bekannt ist, dass die Anlage zu den wenigen erhaltenen Pückler-Parks in Deutschland gehört. 

Bereits um 1800 wurde der barocke Garten zum Landschaftspark umgestaltet. Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach hatte das idyllisch gelegene Schloss für sich entdeckt und beteiligte sich an den Planungen für den Park. Während des gesamten 19. Jahrhunderts spielte Wilhelmsthal eine wichtige Rolle als regelmäßig genutzte Sommerresidenz des Weimarer Herzogshauses.  

Ab 1853 ließ Großherzog Carl Alexander den Park erneut umgestalten. Dafür engagierte er den Gartenkünstler Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Der „Parkomane“, wie er sich selbst bezeichnete, richtete seine Aufmerksamkeit vor allem auf die Gehölzpflanzungen und die Übergänge zur umgebenden Landschaft. Zudem entstanden intensiv gestaltete Bereiche mit Blumenbeeten. An den Planungen war Hermann Jäger beteiligt,  dem als Hofgärtner zugleich die Leitung der Ausführung oblag. 

Neben den UNESCO-Weltkulturerbestätten Bad Muskau, Branitz und Park Babelsberg zählt Wilhelmsthal zu den wenigen erhaltenen Parkanlagen, die das gartenkünstlerische Wirken Pücklers bezeugen. In Thüringen gehören zu den bedeutenden Pückler-Anlagen auch der Pücklerschlag von Schloss Ettersburg und der Landschaftspark von Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein. Die Anlage von Wilhelmsthal sah Pückler im Zusammenhang einer großflächigen Parklandschaft zwischen der Wartburg und Altenstein.

 
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