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Risalitbekrönung auf Schloss Heidecksburg restauriert

 
2016-12-13

Auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt bietet die Risalitbekrönung an der Hofseite des Westflügels einen noch ungewohnten Anblick. In den vergangenen vier Monaten haben Restauratoren hinter einem hoch aufragenden Gerüst den Giebel genau untersucht und wiederhergestellt. Rund 80 000 Euro wurden dafür investiert. Neben der Stabilisierung hat die Sandsteinbekrönung eine neue Farbfassung erhalten. Sie folgt den historischen Befunden und dient zudem als Schutz vor der Witterung.

Die vor der Dachfläche weitgehend frei stehende Sandsteinbekrönung ist in besonderer Weise der Witterung ausgesetzt. Wind, Nässe und Frost haben in den vergangenen Jahren immer größere Schäden angerichtet. Unter anderem waren Eisenklammern, die zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert stammten, korrodiert und hatten die Statik des Giebels geschwächt. In diesem Jahr bestand Handlungsbedarf. Die einzelnen Bauteile mussten wieder fest miteinander verbunden und ausgebrochene Fehlstellen ergänzt werden. Am Relief und den flankierenden Vasen wurde eine helle ockerfarbene Fassung wiederhergestellt. Die fürstlichen Initialen und die Inschrift sind mit einem dunklen Fond hinterlegt.

Die Risalitbekrönung gehört zu den wichtigsten Elementen der herrschaftlichen Selbstinszenierung an den Außenfassaden von Schloss Heidecksburg. Im Mittelpunkt steht eine von aufwendigem Ornament gerahmte Kartusche mit den Initialen Fürst Friedrich Antons von Schwarzburg-Rudolstadt. Den oberen Abschluss bildet ein Fürstenhut, der auf den zu Beginn des 18. Jahrhunderts erreichten Aufstieg der Dynastie in den Reichsfürstenstand verweist. Eine lateinische Inschrift huldigt dem fürstlichen Bauherrn.

Abbildung: Mittelrisalit am Westflügel von Schloss Heidecksburg nach der Restaurierung
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

 
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