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Schloss Heidecksburg in Rudolstadt - Risalitbekrönung wird restauriert

 
2016-08-03

Am Westflügel von Schloss Heidecksburg in Rudolstadt wird derzeit die Risalitbekrönung restauriert. Zügiges Handeln war geboten, weil das exponiert stehende skulpturale Kunstwerk in der letzten Zeit zusehends unter der Witterung gelitten hatte. Nun ist der Mittelteil der Hoffassade eingerüstet, und die Untersuchungen und Stabilisierungsarbeiten haben begonnen.

Recherchiert wird vor allem nach historischen Farbfassungen. Die derzeitig sichtbare stammt von der letzten Fassadenwiederherstellung in den 1970er Jahren. Anhand von Befunden muss überprüft werden, wie im 18. und 19. Jahrhundert die Oberflächen des Sandsteins gestaltet waren. Außerdem wird die aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzte Bekrönung gereinigt und sorgfältig gefestigt. Fehlstellen werden ergänzt. Wenn die Untersuchungsergebnisse es erlauben, wird anschließend eine historisch nachweisbare Farbfassung aufgetragen. Bis Ende Oktober sollen die Maßnahmen beendet sein.

Die Risalitbekrönung ist ein zentraler Bestandteil der repräsentativen Inszenierung von Schloss Heidecksburg. Sie zeigt in einer von aufwendigem Ornament gerahmten Kartusche die Initialen von Fürst Friedrich Anton von Schwarzburg-Rudolstadt. Der Fürstenhut bezeugt den zu Beginn des 18. Jahrhunderts erreichten Aufstieg der Dynastie in den Reichsfürstenstand. Eine dreizeilige Inschrift erinnert an den Neubau des Westflügels bis 1741.

Abbildung: Eingerüsteter Mittelrisalit am Westflügel von Schloss Heidecksburg
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Franz Nagel

 
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