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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Dichtes Dach nach 70 Jahren

 
2012-12-18

Schloss Schwarzburg kommt nun ohne Schutzdach aus

Auf Schloss Schwarzburg ist ein weiterer entscheidender Sanierungsschritt gelungen. Das Dach des Hauptgebäudes ist saniert. Zwei Jahre dauerten die Arbeiten am Dachstuhl und an der Schieferdeckung. Nun kann das Schutzdach abgebaut werden. Es wird im kommenden Jahr in Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach gebraucht.Das Dach des schwer geschädigten Gebäudes wurde seit 2010 in zwei Bauabschnitten wiederhergestellt. Vor allem die Zimmererarbeiten am Dachstuhl waren sehr aufwendig. Ein Großteil der Holzkonstruktion musste vollständig neu aufgerichtet werden. Noch nutzbare Bauteile wurden stabilisiert und wieder verwendet. Um sichere Auflager für den Dachstuhl zu schaffen, waren auch Rohbauarbeiten notwendig. Mauerkronen mussten erneuert und Risse verankert werden. Der sanierte Dachstuhl wurde mit einer Holzschalung versehen und mit Schiefer eingedeckt. Die Maßnahmen fanden unter einem Schutzdach statt, um weitgehend witterungsunabhängig arbeiten zu können. Nachdem die Arbeiten jetzt abgeschlossen sind, werden das Schutzdach, das Gerüst und der Kran abgebaut.

Zwischen 1940 und 1942 hatten die Nationalsozialisten die Schlossanlage zu Umbauzwecken verwüstet. Hier sollte ein Reichsgästehaus entstehen. Dafür wurde etwa die Hälfte der Bausubstanz abgebrochen und alle Inneneinrichtungen entfernt. Als die Arbeiten 1942 kriegsbedingt eingestellt wurden, blieben vor allem das Hauptgebäude, der Kirchflügel und der Leutenberger Flügel als Ruine zurück. Das Torhaus wurde ganz abgerissen. In den folgenden Jahrzehnten fanden nur Notsicherungen statt. Erst 2010 war es möglich, das inzwischen einsturzgefährdete Hauptgebäude zu retten. Mit dem Abschluss der Dacharbeiten ist das Bauwerk nach 70 Jahren wieder geschützt.

Die Bestandssicherung wird mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie gefördert.

 
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