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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Schwarzburg

Schloss Schwarzburg, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

 

Stammsitz, Jagdschloss und Sommerresidenz der Grafen von Schwarzburg. Barocke Schlossanlage in landschaftsbeherrschender Lage auf einem schmalen Bergrücken im Schwarzatal. Ruine des fürstlichen Schlosses und Zeughaus sowie barocke Anlage des Gartenparterres mit Kaisersaalgebäude (Orangerie) erhalten

Auf einem Bergsporn hoch über dem romantischen Schwarzatal erhebt sich Schloss Schwarzburg. Entstanden auf dem Areal einer frühmittelalterlichen Vorgängerburg, woran Umfassungsmauern, das Zeughaus sowie Reste von Gräben erinnern, markiert die Anlage den Stammsitz einer der ältesten und mächtigsten Dynastien Thüringens. Adlige, die sich nach dem im Tal der Schwarza liegenden Ort „Schwarzburger“ nannten, vermelden die Chroniken bereits im 8./9. Jahrhundert.

Ab dem 15. Jahrhundert verlor die Burg an Bedeutung; Arnstadt, Rudolstadt und Sondershausen waren fortan die Residenzorte. Brände in den Jahren 1595 und 1726 legten die Burganlage in Schutt und Asche. Davon verschont blieb das als Orangerie konzipierte, mit der Erhebung des Geschlechts in den Reichsfürstenstand aber für höfische Zeremonie und Repräsentation umfunktionierte Pavillon-Ensemble. Noch im Brandjahr 1726 wurde begonnen, die Burgruine als Jagdschloss neu aufzubauen, was 1744 im Wesentlichen vollbracht war.

Rund 200 Jahre später sollte das geschichtsträchtige Schloss zum „Reichsgästeheim“ umgebaut werden. Als das Vorhaben 1942 kriegsbedingt eingestellt wurde, waren das Torhaus, die Kirche, ein Abschnitt des Schlosshauptflügels und wesentliche Teile der Innenausstattung des Hauptgebäudes dem Abriss zum Opfer gefallen. Das so überkommene barocke Hauptgebäude mit seinen 17 Achsen, dem Portalrisalit mit doppelgeschossigen Säulenstellungen und den Stuckdecken im Obergeschoss wird von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (im Bestand seit 1994) mit Blick auf eine langfristig mögliche Nutzung systematisch gesichert.

Die „gute Stube“ von Schloss Schwarzburg ist die museal genutzte einstige Orangerie mit dem Kaisersaal und dem Gartenparterre davor. Höhepunkt des zweigeschossigen Garten- oder Lusthauses, wie es in den Akten bezeichnet wird, ist der Kaisersaal. Mittels einer aufgesetzten quadratischen Laterne in faszinierendes Oberlicht getaucht, steht der Betrachter hier in einer ungewöhnlichen Bildergalerie. Zwar fehlen von den einst 48 lebensgroßen Darstellungen mittelalterlicher Kaiser und Könige einige, doch geben die Verbliebenen zusammen mit 100 Kaisermedaillons und dem Stuck- und Gemäldeprogramm an der Decke dem Saal ein einzigartiges Gepräge.

Ein um 1744 entstandener Gartenplan wurde bei der vor Jahren unumgänglichen Neugestaltung des etwa 5000 Quadratmeter großen Gartens vor dem Kaisersaalgebäude berücksichtigt. Rasen und eine Fontäne, eine als Reminiszenz an die einstige Funktion angelegte Mini-Orangerie und ein „Baumsaal“ laden zum Verweilen und Flanieren ein.

Im Zeughaus von Schloss Schwarzburg wurde über Jahrhunderte die fürstliche Waffensammlung aufbewahrt. Seit 2010 ist das Bauwerk saniert. Die 1940 auf Schloss Heidecksburg ausgelagerten Waffen sollen künftig wieder am historischen Ort präsentiert werden.

Kontakt

Schlossverwaltung
Schloss Heidecksburg

Frau Giller
Schloss Heidecksburg
07407 Rudolstadt

T: 0 36 72/4 47-2 10
F: 0 36 72/4 47-2 11
schloss-heidecksburg
@thueringerschloesser.de

Förderverein

Schloss Schwarzburg e.V.
Schlossstraße 5
07427 Schwarzburg

T: 03 67 30/3 29 55
F: 03 67 30/3 29 54

www.schloss-schwarzburg.de

Schloss und Schlossgarten

Parkmöglichkeiten
Parkplatz für 100 PKW und Busse 600 Meter entfernt

Kaisersaal Schwarzburg

Barockes Gebäude mit Galerie römisch-deutscher Kaiser und Museum

Zeughaus
fürstliche Waffen-Schausammlung, Eröffnung voraussichtlich ab 2017

T: 03 67 30/2 22 63
info@schloss-schwarzburg.de

www.schloss-schwarzburg.de
www.zeughaus-schwarzburg.org

Öffnungszeiten Kaisersaal
Apr-Sep: Di-So 10-17 Uhr
Okt: Di-So 10-16 Uhr
Mo geschlossen (außer Feiertage)
Führungen nach tel. Absprache
maximale Teilnehmeranzahl 50 Personen

Eintrittspreise
Erwachsene 3,50 Euro
ermäßigt 2,50 Euro
Kindergruppen 1,- Euro/ Kind
Kinder bis 14 Jahre frei

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