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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Kranichfeld

Oberschloss Kranichfeld, Landkreis Weimarer Land

 

Renaissanceschloss des Hauses Reuß unter Einbeziehung einer älteren Burganlage der Herren von Kranichfeld aus dem 12. Jahrhundert. Auf einem vorspringenden Bergsporn gelegene Burganlage aus Vorburg und Hauptburg mit romanischem Wohnbau, teilweise erhaltenem Palas mit Burgkapelle sowie Bergfried und Ringmauern

Im Städtedreieck Erfurt-Weimar-Rudolstadt liegt, umgeben von Bergen und ausgedehnten Wäldern, die traditionsreiche, erstmals 1143 urkundlich erwähnte Korbmacherstadt Kranichfeld. Hier steht im Schatten einer riesigen Linde das museal genutzte Geburtshaus des Schriftstellers Rudolf Baumbach (1840-1905), von dem populäre Heimatlieder wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ stammen.

Durch den seit dem frühen Mittelalter besiedelten engen Talkessel der Ilm führten Verkehrs- und Handelsstraßen, die des Schutzes ebenso bedurften wie der bis 1912 unter Doppelherrschaft stehende gesamte Ort zu Zeiten, da die Slawen Richtung Thüringen vordrangen. Bis heute erinnern Burgen und Befestigungen an jene Epochen – so auch das von zwei Gräben gesicherte, seit 1994 zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehörende Oberschloss.

Schon von weitem kaum übersehbar, erhebt sich die im Renaissancestil errichtete Anlage als ortsbildprägendes Wahrzeichen auf einem Bergrücken. Erst beim Näherkommen gibt das Schloss zwei Geheimnisse preis. Zum einen ist das imposante Bauwerk seit einem Brand im April 1934 hinter den Fassaden zu erheblichen Teilen ruinös. Zum anderen werden bei dem nach 1530 beginnenden Ausbau zum Renaissanceschloss Baulichkeiten einer Vorgänger-Kernburg einbezogen, deren Existenz sicher ab dem 12. Jahrhundert belegt ist – womöglich wurde diese als Ursitz der Herren von Kranichfeld noch früher gebaut.

Neben der Ringmauer, der Vorburg, dem sehr wahrscheinlich als Wohnturm genutzten, heute begehbaren sogenannten „Dicken Turm“ , dem für Konzerte und für Trauungen offenstehenden Palas und der Kapelle begegnen dem Besucher auch zahlreiche Details der Vorgängerburg. Dazu zählen auch einige in der spätmittelalterlichen Kunst übliche Drolerien, wie z.B. die heute obszön anmutende Plastik mit der Inschrift „Leck mich im Mars“ am Südwesterker.

Nach dem Brand von 1934 schenkt der Privatbesitzer die Ruine der SS. Diese will hier einen Aufenthaltsort schaffen, der dem verklärend-mystischen Gedankengut der Organisation optisch entspricht. Für die nicht zu Ende gebrachten Arbeiten werden Häftlinge des damaligen KZ Buchenwald eingesetzt. Anfang der 1980er Jahre gründet sich ein Förderkreis und ruft mit seinen bis in die Gegenwart anhaltenden Aktivitäten die völlig zugewucherte und nicht begehbare Anlage in das öffentliche Bewusstsein zurück. Inzwischen wurde das teilweise auch museal genutzte Oberschloss zu einer festen Adresse im kulturellen Leben der Stadt und der Region. Seit 2011 lädt eine Aussichtsplattform auf dem Dicken Turm dazu ein, den Blick über das Ilmtal zu genießen.

Kontakt

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Oberschloss Kranichfeld

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99448 Kranichfeld

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M: 01 76/57 82 29 59

schlossverwaltung
@oberschlosskranichfeld.de

Förderverein

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99448 Rittersdorf
T: 03 64 50/3 02 43
cczypionka@onlinehome.de

Oberschloss

Parkmöglichkeiten
30 PKW- und 2 Busparkplätze
100 Meter entfernt

Ausstellung zur Geschichte des Oberschlosses
T/F: 03 64 50/3 96 99
ausstellung-oberschloss@web.de

www.oberschlosskranichfeld.de

Führungen ganzjährig nach Vereinbarung ab 10 Personen

Öffnungszeiten
Mär-Apr und Nov: Di-So 10-16 Uhr
Mai-Okt: Di-So 10-17 Uhr
Einlass bis ½ Stunde vor Schließung

Eintrittspreise
Erwachsene 2,50 Euro
ermäßigt und Gruppen ab 15 Pers. 2,- Euro/Pers.
Schülergruppen ab 10 Pers. 1,- Euro/Pers.
Familienkarte 5,50 Euro
Führung 15,- Euro

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