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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Wünschendorf

Kloster und Schloss Mildenfurth, Landkreis Greiz

 

Prämonstratenserkloster von 1193 und späteres Adelsschloss. Reste der spätromanischen Klosterkirche und der zugehörigen Klosteranlage, überformt zu einem Schloss des 16. Jahrhunderts

Kloster und Schloss Mildenfurth, zu erreichen über eine beeindruckende, überdachte Holzbrücke bei Wünschendorf, liegt südlich von Gera im mittleren Elstertal. In einer „Heimathskunde von Thüringen“ aus dem Jahre 1860 heißt es, dass von dem einst „vornehmen Mönchskloster nur noch Wohngebäude, unterirdische Gewölbe und Mauern übrig“ sind. Anderthalb Jahrhunderte später wird die vom mittelalterlichen Kloster zum Renaissanceschloss mutierte Gesamtanlage wegen der Ablesbarkeit ihres Zwitterdaseins von Bauforschern als bedeutendes Bauwerk eingestuft.

Dass eine spätromanische Stiftskirche, deren Baubeginn inzwischen sicher auf das erste Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts datiert ist, ab Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem adligen Wohnschloss umgebaut wird, gehört zu den eher seltenen Vorgängen. Wechselnde Besitzverhältnisse, sich ändernde Zeiten und davon aus-, beziehungsweise abgelöste Nutzungen waren dafür im Falle Mildenfurth ursächlich. Das Prämonstratenserkloster wird am 8. September 1193 von dem Weidaer Vogt Heinrich II., genannt der Reiche, gestiftet. Rund 330 Jahre später beginnt mit dem Einzug der lutherischen Lehre der Niedergang des Klosterbetriebes. Mit dem Coburger Festungshauptmann Matthes von Wallenrod erwirbt am 1. Mai 1544 ein Getreuer des Kurfürsten das Kloster. Zwölf Jahre danach beginnt er mit dem Umbau zum Wohnschloss. Vom Gotteshaus und seinem Inneren lässt er stehen, was sich seinen Plänen fügt. Wallenrod wird so aus heutiger Sicht zum Zerstörer und Schöpfer eines Denkmals in einem. Dem Betrachter zeigt sich ein von Türmen markierter Zentralbau, dessen vier Flügel um die Vierung der ehemals dreischiffigen Basilika mit Querhaus angeordnet sind. Dass sich die aus zwei Hauptbauzeiten stammende Vielfalt im Inneren wie Äußeren der Anlage beinahe „wie aus einem Guss“ darstellt, macht den besonderen Reiz von Kloster Mildenfurth aus.

1989 beginnen an dem bis dahin u.a. als Altenheim und Obstlager genutzten Hauptgebäude Sicherungsarbeiten. Im Jahr 1989 übernimmt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Liegenschaft. 2005 fallen die Gerüste am nördlichen Querhaus, das nun unter dem Schieferdach gemäß Befunden im gebrochenen Weiß, beziehungsweise an den Eckquadern rosefarben strahlt. Einige Meter davon entfernt signalisiert ein Schutzdach über dem Westportalriegel der vormaligen Klosterkirche fortdauernde Arbeiten. Seit 1990 hat sich Kloster Mildenfurth auch als Stätte für Konzerte u.ä. Veranstaltungen etabliert.

Kontakt

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Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft
Herr Winkler
Poststraße 8
07570 Wünschendorf

T: 03 66 03/60 99 66
F: 03 66 03/8 82 46

Klosterareal und Schloss

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Klosterareal mit Klostergarten
Besichtigung nach Vereinbarung
T: 03 66 03/8 82 45
F: 03 66 03/8 82 46

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