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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Georgenthal

Kloster Georgenthal, Landkreis Gotha

 

Ehemaliges Zisterzienserkloster, gegründet um 1140 als schwarzburg-käfernburgisches Hauskloster. Klosterruine mit Fundamenten der dreischiffigen kreuzförmigen Basilika und zweigeschossigem Kornhaus

In beispielhafter Weise ausgeführte Villen im Stile sogenannter Bäderarchitektur erinnern in dem nördlich vorm Thüringer Wald liegenden Georgenthal an den hier vor etwa hundert Jahren aufgekommenen Kurbetrieb. In diese Zeit fällt das Wirken von Pfarrer Paul Baethcke (1850-1936). Überkommene Skizzen der von ihm durchgeführten Grabungen halfen, das Bild von dem zu vervollständigen, was Besucher heute, wenn auch nur in Resten, in Augenschein nehmen können: das im Jahr 1140 von Graf Sizzo von Käfernburg gegründete und alsbald mit Leben erfüllte Zisterzienserkloster Georgenthal.

Mit der in einem Brief des Bischofs Udo von Naumburg an den Erzbischof von Mainz belegten Gründung des Klosters wollte Graf Sizzo offensichtlich einen strategisch wichtigen Punkt an der Grenze zu den Ludowingern sichern, die ihrerseits 1085 mit dem Kloster Reinhardsbrunn das spätere Hauskloster der Thüringer Landgrafen gegründet hatten.

Zwar ist seit Grabungen in den 1960er Jahren die erste Ansiedlung des Klosters auf dem unweit des Ortes sich erhebenden St. Georgsberg nachgewiesen, doch zogen die vom französischen Mutterkloster Morimond gekommenen Mönche um, nachdem im idyllischen Tal der Apfelstädt der geeignete Platz gefunden worden und vorbereitet war.

Eine Urkunde aus dem Jahr 1189 spricht erstmals statt vom Berg- von einem Talkloster. Dessen Niedergang begann mit dem Deutschen Bauernkrieg, es wurde geplündert, zerstört und schließlich als Lieferant für Baumaterial genutzt. Auch die nach 1152 begonnene, in Details an das Gotteshaus vom Kloster Paulinzella erinnernden Kirche fiel dem zum Opfer.

Das wirtschaftlich starke Kloster genoss hohes Ansehen. Von 1505 bis 1507 unterrichtete hier der Mitstreiter Martin Luthers, Wittenberger Kanzler und Geheimsekretär Friedrichs des Weisen, der Philosoph und Humanist Georg Spalatin.

Kontakt

Gemeinde Georgenthal
Frau Wohlfarth
Tambacher Straße 2
99887 Georgenthal

T: 03 62 53/38-1 18
F: 03 62 53/38-1 02
tourismus@vg-apfelstaedtaue.de

Förderverein

Geschichtsverein St. Georg e.V.
Vorsitzender
Herr Wohlfarth
Bahnhofstraße 89
99887 Georgenthal
T: 03 62 53/4 06 87

Klosterareal

Parkmöglichkeiten
in der Anlage 6 Parkplätze, in unmittelbarer Nähe weitere 8 Parkplätze, Parken für 2 Busse in 150 Meter Entfernung möglich

Klostergelände
täglich frei zugänglich

Ausstellung im Kornhaus
Fundstücke des ehemaligen Klosters

T: 03 62 53/38-1 08
F: 03 62 53/38-1 02

Besichtigung auf Anfrage, Eintritt frei, Spende erwünscht

www.kloster-georgenthal.de