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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Henneberg

Burgruine Henneberg, Landkreis Schmalkalden-Meiningen

 

Namengebende Stammburg der Grafen von Henneberg und Stammsitz bis ins 13. Jahrhundert. Ursprünge im 11. Jahrhundert, eine der umfangreichsten Wehranlagen Thüringens. Mittelpunkt des Henneberger Landes, das große Teile des heutigen Unterfrankens, Südthüringens und auch Hessens umfasste, Burgruine mit Bergfried, Rundturm, Apsis der Kapelle

„ ... doch niemand ohne Achtung, an dir vorüber gehen kann.“ So heißt es in einem fröhlichen Lied, das der einst stolzen Burg Henneberg gewidmet ist. Was damit musikalisch über die Höhen des Thüringer Waldes und des Frankenlandes getragen wird, ist mehr als gesungene Heimatverbundenheit. Ist doch, was den Besucher auf dem seit der frühen Eisenzeit befestigten steilen Gipfel des Hainberges heute erwartet, nur scheinbar eine Burgruine wie viele andere in Thüringen. Ihre besondere Prägung erhält diese Ruine vom Geist der Geschichte. Die seit 1995 zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehörende Ruine steht als Symbol für eine Staatsgründung (Henneberger Land) und für einen eigenständigen Kulturkreis. Die sich auf einem Felskegel über dem 700 Einwohner zählenden Ort Henneberg bei Meiningen erhebende Anlage misst eine Fläche von etwa 160 x 20 Metern. In ihren baulichen Ursprüngen geht die namengebende Stammburg der Grafen von Henneberg bis in das 11. Jahrhundert zurück und gilt seit jeher als eine der umfangreichsten Wehranlagen Thüringens. Die Anlage diente dem Schutz wichtiger Straßenzüge von West nach Ost und Süd nach Nord, darunter auch die sogenannte „Weinstraße“.

Die Burg war der Mittelpunkt des Henneberger Landes, das große Teile des heutigen Unterfrankens, Südthüringens und auch Hessens umfasste. Über alle Erb- und politische Teilungen hinweg verstand sich die Region stets als Henneberger Land. Die im Bauernkrieg gebrandschatzte, seit dem 16. Jahrhundert verlassene und mehr und mehr zum öffentlichen „Steinbruch“ herabgesunkene Burg, wurde erst durch das Engagement von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen vor dem vollständigen Niedergang gerettet. Zu DDR-Zeiten lag das Areal kaum zwei Kilometer von der Mauer entfernt und damit im allgemein unzugänglichen Sperrgebiet. So bot sich engagierten Einheimischen und professionellen Denkmalpflegern 1990 ein wenig erfreuliches Bild. Doch die einem Dornröschenschlaf gleich kommende Zeit ist vorbei. Die teilweise erhaltene, bis zu 15 Meter hohe Ringmauer ist wieder sichtbar und gesichert.

Reste von Gebäuden bzw. Fundamenten im Inneren des Burghofes konnten unter anderem als Palas mit Kamin, als Kemenate, als Kapelle sowie als Wirtschafts- beziehungsweise Wohnräume nachgewiesen werden. Wo über Henneburg einst ein Grenzturm das geteilte Land markierte, lädt inzwischen der sanierte, im Durchmesser 14 Meter starke Bergfried zur Sicht auf die Burganlage und ins Henneberger Land.

Kontakt und Förderverein

Club Henneberg e.V.
Frau Knebel
Hauptstraße 89
98617 Henneberg

T: 03 69 45/5 01 32
club.henneburg.ev@gmail.com

http://club-henneburg-ev.jimdo.com

Burggelände

Parkmöglichkeiten
keine Parkplätze im Bereich der Burgruine

Burgruine
frei zugänglich
Führungen nach Vereinbarung mit dem Förderverein

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