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Thüringer Schlösser und Gärten : Home

Lauchröden

Burgruine Brandenburg, Wartburgkreis

 

Eine der größten Doppelburganlagen Mitteldeutschlands, vermutlich aus zwei unabhängigen Anlagen entstanden. Baubeginn um 1200, Hauptbauzeit 13. bis 15. Jahrhundert. Die jüngere Westburg mit Bergfried sowie Resten von Ringmauer und Torhaus. Die Ostburg mit eigener Ringmauer, zwei Höfen, sechseckigem Bergfried, Wohnturm und Nordwand eines Palas sowie weiten Kelleranlagen

Durch Gräben und einen Felsen voneinander getrennt, erheben sich oberhalb der Werra aus den Vorbergen des Thüringer Waldes die östliche und die westliche Ruine der Brandenburg. Über die frühe Burggeschichte ist wenig bekannt, allerdings lässt die Lage an der bedeutenden internationalen Handelsstraße „via regia“ eine zeitige Gründung vermuten. Die Grafen von Wartbu(e)rg sind seit 1144 in Lauchröden nachweisbar. Ein knappes Jahrhundert später (1224) nennen sie sich nach der Brandenburg. Die sich heute wie ein Ensemble präsentierende Doppelanlage entstand wahrscheinlich aus zwei baulich voneinander unabhängigen Burgen. Von der als Westburg bezeichneten jüngeren Burg sind der Bergfried sowie Reste von Ringmauer und Torhaus erhalten. Von einer eigenen Ringmauer ist die östliche Burg umgeben. Diese Mauer schließt unter anderem zwei Höfe, einen teils sechseckigen Bergfried, einen Wohnturm und die Nordwand eines Palas ein. Unter der Ostburg verlaufen weite, hochgewölbte Keller.

Dass die Besitzer der Burgen bis in das 19. Jahrhundert häufig wechselten, war dem Zustand der seit dem Dreißigjährigen Krieg zusehends verfallenden, schließlich unbewohnten Anlage, abträglich. Erst eine Order des Landesherrn im beginnenden 19. Jahrhundert beendete die eigenmächtige Nutzung der Doppelburg als Steinbruch. Jeglicher öffentlichen Nutzung wie auch möglicher Sanierung war die Brandenburg in den vier Jahrzehnten der deutsch-deutschen Teilung entzogen, da sie direkt im damaligen Grenzgebiet lag. Nach dem Fall der Mauer 1989 nahm sich der Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V. der Burg an, die zugewachsen und in einen Dornröschenschlaf versunken war. Gemeinsam mit dem Land Thüringen leitete er ab 1990 die ersten Sicherungsmaßnahmen am Bergfried der Westburg und dem Wohnturm der Ostburg ein. Seit der Übernahme der Burg in den Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten im Jahre 1994 wurden weitere umfangreiche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen. Von der öffentlich wieder zugänglichen Burg bieten sich einzigartige Aussichten ins Werratal und den Thüringer Wald.

Kontakt und Förderverein

Werratalverein,
Zweigverein Brandenburg e.V.
Herr Gundlach
Waldstraße 13
99834 Gerstungen
OT Lauchröden

T: 03 69 27/9 07 88
info@die-brandenburg.de
www.die-brandenburg.de

Burggelände

Parkmöglichkeiten
20 PKW- und 1 Busparkplatz
250 Meter entfernt

Burgruine
frei zugänglich
Führungen nach Vereinbarung mit dem Förderverein

Burgmuseum in der Kemenate mit Aussichtsterrasse
Ausstellung zur Burggeschichte

T: 03 69 27/9 17 35
info@die-brandenburg.de

Öffnungszeiten
Apr-Sep: Mi und Fr 10-16 Uhr
Sonn- und Feiertage 11-17 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 1,-Euro
Kinder ab 10 Jahre 0,50 Euro
Kinder bis 10 Jahre frei

Führungen des Fördervereins

Herr Schneider, T: 03 69 27/9 06 19

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